Nr.15 rot über weiß,

eine Energie von Erzengel Raziel

Thema: Blockaden durchbrechen


Es gibt eine wunderbare Kraft in jedem Menschen, die uns alle Blockaden durchbrechen lässt. Diese Kraft nenne ich "die Geburt des Herzens". Es ist, als wenn sich mein Herz nach außen zwängen würde. Ich habe dabei oftmals das Gefühl, dass ich in einem viel zu engen Rohr stecke, aber dennoch raus will. Ich kann auch gar nicht sagen, was der Ausweg oder die Lösung in dem Moment gerade ist, aber es ist trotzdem so, dass eine Kraft in mir wirkt, die mich immer weiter treibt. Es ist irgendwie auch so, dass ich mit all meiner noch übrigen Entschlossenheit wirklich will, dass diese Kraft wirkt. Eine Kraft, von der ich nicht weiß, wie ich sie benennen soll, denn sie ist da, obwohl ich sie überhaupt nicht fühlen kann. Es ist eigentlich nur meine Ahnung, dass sie da sein könnte. Und genau diese Ahnung gibt mir doch das Vertrauen, dass alles, was nun in mir oder auch um mich herum zerstört wird, aufbricht oder sich von mir löst, richtig ist, weil es mir hilft, wieder mehr zu mir selbst zu finden, mein wahres Wesen erblühen zu lassen. Ich fühle dabei eine Art sicheres Urvertrauen (obwohl das keinerlei äußere Sicherheit ist), dass meine Seele, also mein wahres Wesen nicht zerstört werden kann. Wenn ich auch alles in meinem Leben verliere, was mir jemals lieb und teuer war, das Wertvollste von allem werde ich danach erst wieder finden:

Mich selbst! Die Schönheit und Größe meines wahren Wesens, das größte Geschenk, was Gott mir gemacht hat!

Leider nehmen wir in unserer Zeit unser wahres Wesen und auch die Suche danach nicht besonders wichtig, weshalb unsere Seele manchmal sehr laut schreien muss, um in unseren Alltag durchzudringen. Dies geschieht eben auch oft durch einen großen Leidensdruck. Aber nicht immer ist es der Leidensdruck, denn es genügt oftmals ja schon, in einer Sackgasse zu stehen, um die Bereitschaft wieder kund zu tun, dem göttlichen Willen zu folgen.

Es gibt einfach einen Teil unseres freien Willens, der sich dazu berufen fühlt, dem lieben Gott ins Handwerk zu pfuschen und alles lieber selbst in die Hand zu nehmen. Dieser Teil ist darauf ausgerichtet, ja nicht die Schönheit der eigenen Seele zu offenbaren, ja nicht Verantwortung für sich selbst zu übernehmen und vor allem nicht das eigene Herz zu öffnen. Diese Instanz ist niemand anderes als unser Ego. Ich nenne mein Ego den "Vermeidungsverwalter". Ständig darauf aus irgendetwas zu vermeiden, eben vor allem die Begegnung mit dem eigenen Herzen oder auch mit Gott und meist immer darauf aus, es irgendjemand anderem recht zu machen.

Um meinem Ego etwas entgegenzusetzen braucht es eben diese Kraft, die ich vielleicht Entschlossenheit nennen könnte, obwohl es nicht wirklich Mut ist, der mich entscheiden lässt, Dinge loszulassen, sondern eher eine Art Kapitulation. Es ist die Entscheidung, Gottes Willen geschehen zu lassen, obwohl keinerlei Verbindung zu Gott existiert. Es ist wie ein Gebet, das ich spreche, von dem ich nicht einmal weiß, ob es jemand hört.

Doch es wird gehört... Und das Wunder kann geschehen, dass trotz eintreffender Katastrophen, trotz dem Einstürzen von allem, was ich mir vielleicht bisher innerlich oder äußerlich aufgebaut habe, Heilung geschieht: Die Heilung meiner Seele, die endlich frei sein darf von Angst, die endlich nur sie selbst sein darf.

Wie viele Menschen haben doch ihren wahren Weg erst durch einen Schicksalsschlag gefunden. Und wie viele Schicksalsschläge werde ich wohl noch brauchen, um den Weg zu meinem wahren Wesen mit aller Entschlossenheit zu gehen?

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Affirmation:

"Lieber Gott, mach mit mir was Du willst, aber hör ja nicht auf meinen Verstand, sondern nur auf die Sehnsucht meiner Seele, auf Deinen Wegen zu wandeln!"


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