Gedichte:

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Mein größter verträumter Wunsch schon seit vielen Jahren, war ein besonderer: Ich wollte so gerne Wolkenphotograf werden. Ich bin noch heute der Überzeugung, dass es nirgends mehr Kreativität, Individualität, Schönheit, Vielfalt, Harmonie in jeder Stimmung, und auch eine überragende Perfektion zu finden ist, wie bei Wolken. Es ist immer noch eine große Sehnsucht in mir, diese Schönheit und Vielfalt noch vielmehr in mein Leben zu bringen... Umso mehr freut es mich, dass ich nun diesen „Gedichtähnlichen Text“ über Wolken geschrieben habe und wenigstens ein Teil dieser Sehnsucht sich erfüllt, weil ich verstehe, wie sehr diese Schönheit und Vielfalt doch IN MIR ist!


Der Weisheit letzter Schluss:

Der Himmel ist in mir!

...doch meistens bin ich eine Wolke...

Magst du Wolken?

Ich bin meist wie eine Wolke,

nur manchmal da bin ich auch wolkenlos:

dann scheint mein wahres Wesen ungehindert aus meinem Herzen,

direkt und ohne Hindernis,

ehrlich und offen,

so wie ich eigentlich wirklich bin...

Doch dann bin ich wieder wie eine Wolke...

Eine Wolke?

Was eine Wolke ist?

Nun, sie bestehen aus Luft und Wasser,

wie ich aus Geist und Seele,

aus Gedanken und Gefühlen,

aus Ideen und Stimmungen,

aus Bewusstsein und Liebe,

aus Individualität und einer nicht zu ermessenden Vielfalt...

Oder gibt es etwa zwei gleiche Wolken? Oder kannst du ihre Vielfalt messen?

Und wie bei den Wolken,

so ist es auch bei mir:

Immer wenn ich zu sehr festhalte,

verfinstert sich mein Leben immer mehr.

Solange, bis ich endlich wieder erlaube "mich zu entladen",

erlaube mit Kopf und Herz loszulassen,

erlaube Vorstellungen loszulassen, Gefühle wieder fließen zulassen...

Dann, ja dann werde ich wieder frei,

frei im Herzen wie auch im Kopf,

Gedanken werden frei, Gefühle werden wieder leicht

und plötzlich, ganz unverhofft -

bin ich wieder wolkenlos

und erstrahle, als der ich wirklich bin...

Doch meist bin ich wie eine Wolke....

manchmal so schwer, dass ich mich kaum noch über dem Boden halten kann

manchmal so düster, das mein Leben nur noch finster und schwer erscheint...

manchmal sogar so geladen und Furcht erregend, dass eine heftige Entladung unausweichlich ist! Und wie gut tut diese Entladung doch, denn danach ist es wieder friedlich und klar...

Und doch bin ich meist wie eine Wolke...

manchmal sogar

ist die Aufruhr in meiner Seele so groß,

dass Stürme und Orkane sie in mir entstehen lässt,

die mein ganzes Leben mitsamt allen Ideen und Vorstellungen

über den Haufen schmeißen...

und manchmal ist es auch einfach ganz still

und ohne viel Sicht nach vorne, was mein Leben mir bringen mag,

doch gerade dann lerne ich am meisten über eine Eben,

die sonst nicht sichtbar und nicht fühlbar wird

gerade der dichteste Nebel in meiner Seele

hilft mir zu erahnen, was um mich herum in einer anderen Welt noch ist...

Und wieder werde ich einfach nur eine Wolke...

Und selbst in dunkelster Nacht,

wenn in meinem Leben scheinbar das Licht verloren,

ist nicht alles so wie es scheint,

denn selbst dann,

so ich mein Herz befreie,

finstere Gedanken wieder ziehen lasse

und erlaube den Tränen meines Herzens,

die Fenster meiner Seele zu waschen,

so wird auch in finsterster Nacht

der Himmel plötzlich wieder klar.

Und der Mut, mein Herz zu dem zu erheben, der dort draußen ist

macht`s möglich, dass ich...

nein, nicht das EINE Licht erblicke in dieser Dunkelheit,

das vielleicht zu sehen ich gehofft,

nein, ich sehe MILLIONEN LICHTER,

die mir alle zulächeln

und mir friedlich zur Seite stehen auf meinem Wege.

Heerscharen von Engeln,

die nur da sind, um mich auf meinen Weg zurück zu begleiten...

Doch meist, werde ich dann auch wieder zu einer Wolke...

Nun stelle dir mal vor, wir würden Nie mehr Wolke sein,

würden keine Gefühle mehr aufnehmen,

keine Stimmungen mehr erlauben,

nur noch freundlich und gut drauf?

Keine Wolke und kein Regen mehr?

Wie trocken und trostlos wäre es doch auf dieser Welt!

Da bin ich doch lieber eine Wolke!

Ja, es ist gar nicht der Sinn des Lebens,

dass ich "Immer" gut drauf bin,

immer strahle,

nie etwas aufnehme,

das ist nur der Wunsch der Gesellschaft, damit ich nicht unbequem werde!

NEIN, vielmehr war es nie der Sinn

Stimmungen, Zuneigung, Liebe, Gefühle, Ideen, Vorstellungen, Lebenskonzepte, Besitz und vieles mehr festzuhalten!

Stell dir vor, es wäre immer bedeckt,

immer dicke Wolken,

wieder kein Regen,

wieder Trockenheit,

dafür auch noch finster...

Nein, da lass ich doch auch lieber mal die Wolke los...

Was auch immer wir aufgenommen haben,

sollten wir auch wieder loslassen,

so wie wir einatmen

sollten wir auch wieder ausatmen

und so sollten wir Gefühle auch wieder fließen lassen...

Vertrau einfach und Du wirst sehen,

mehr und mehr wird deine Seele wieder klarer

und das Strahlen deines wahren Wesens

beginnt wieder dein Herz zu verlassen und über dich hinauszustrahlen...

Und dann freu ich mich schon wieder auf die nächste Wolke!

Deshalb sage Ich Dir,

was ich zutiefst empfinde:

Ich bin ein göttliches Wesen,

und in der Tiefe meines Herzens weiß ich das!

Doch meistens, meistens bin ich eine Wolke....

Und wenn du das nächste Mal unter freiem Himmel stehst, magst du dich vielleicht an diese Worte erinnern: Es ist ok, wenn die Stimmung umschwenkt, es zeigt einfach, dass es Zeit ist, Gefühle fließen zu lassen und deinem Herzen die Liebe wieder zu erlauben!

Diese Worte mögen dich umarmen

Heliamus


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