Die Dreieinige Kraft des Christus Band I:

"Mut zur Wahrheit"


Kapitel 15

Meine Lauheit: Keine Entscheidung

(ohne ausgeprägte Gesinnung)


Das Gegenstück zur Freiheit: Das Gefängnis

Mich nicht zu entscheiden bedeutet lau zu sein:

"Ein bisschen von allem, aber bitte nicht zu viel und nicht zu intensiv!"

Es bedeutet, nicht zu viel denken bzw. nicht zu viel Bewusstsein entwickeln zu wollen:

Ein bisschen Wissen und ein bisschen Vernunft,

ein bisschen Unsinn und ein bisschen Unvernunft.

- "Ich frag nicht, wer ich bin, dann muss ich mich auch nicht verändern" -

Lauheit bedeutet, nicht zu viele Fragen zu stellen und nicht zu klar sein zu wollen! Warum soll ich versuchen, die Sonne zu sein, die Kerze in der Ecke leuchtet auch ganz schön. Nicht zu viel wissen und erkennen zu wollen und dafür auch nicht zu viel Angst zu haben, denn: "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß!". Warum soll ich begreifen wollen, wie ich bin, wie Gott ist oder was Wahrheit bedeutet? Das macht nur Angst.

Es bedeutet, nicht zu viel fühlen bzw. nicht zu viel lieben zu wollen:

Ein bisschen Genügsamkeit und ein bisschen Fürsorglichkeit,

ein bisschen Gier und ein bisschen Coolness.

- "Ich fühl nicht, was in mir ist, dann hab ich auch nicht das Bedürfnis, etwas empfangen zu müssen" -

Lauheit bedeutet, nicht zu tiefe Gefühle zu investieren, mich mit einer bequemen Dumpfheit zufrieden zu geben. Es heißt: "Wer tiefen Schmerz empfinden kann, kann auch tiefe Glückseeligkeit empfinden". Deshalb bedeutet Lauheit: "Lasst uns nicht zu stark freuen, dann müssen wir auch nicht zu stark leiden". Es bedeutet, mich möglichst wenig...

Weiter gehts im Buch.