Die Dreieinige Kraft des Christus Band I:

"Mut zur Wahrheit"


Kapitel 18.2

Wer ist Christus? Und über Sekten, Gurus und andere spirituelle Abhängikgeiten


Wer ist nun eigentlich Christus? Ich spreche bewusst von Christus und nicht von Jesus, da in Christus ein Mysterium steckt, das ich in den nachfolgenden Kapiteln zu erklären versuche.

Wenn Gott nun also doch ein persönlicher Gott ist, den ich zwar noch nicht fassen kann, so ist doch eines klar, dass Auflösung nicht mein Ziel bzw. nicht der Weg der Annäherung zu Gott sein kann. Nur die persönliche Hinwendung zu Gott, also meine individuelle und ganz persönliche Art, meine Herz zu öffnen und mit ihm zu kommunizieren, ist ein wirklich sinnvoller Weg, mich ihm anzunähern. Viele Theorien und Techniken verlieren dadurch sicherlich ihren Sinn und ihre Wichtigkeit, denn was nun wichtig ist, ist eher der Weg in die eigene Individualität, also herauszufinden, wie ich wirklich bin.

Nun, ich denke bis hierher ist es soweit klar, dass der Weg zu Gott immer ein ganz persönlicher sein muss. Dennoch habe ich auf meinem Weg festgestellt, dass diese Erkenntnis mich insofern nicht sehr viel weiterbringt, als dass ich etwas ratlos vor meinem eigenen Wesen stehe und nicht so ganz begreife, wer oder wie ich denn jetzt wirklich bin und wer oder wie nicht. Ich habe so viele Anteile übernommen, dass ich trotz all dieser wunderbaren Erkenntnisse über den Weg und all die Irrwege, noch immer ratlos bin, wie ich nun mit mir selbst umgehe, da dies die einzig wichtige Frage wurde, die übrig blieb.

Nun an dieser Stelle kommt Jesus Christus ins Spiel....

Wenn Gott ein persönlicher Gott ist und Jesus Christus sein persönlicher Sohn, ich meine natürlich sind wir alles Gottes Kinder und irgendwann von Gott erschaffen worden, aber ich meine, wenn Jesus als sein Sohn auf die Erde kommen sollte, also wenn Gott wollte, dass dieser sein Sohn die Trennung von ihm niemals wirklich erleben sollte, also dies, durch welche Umstände auch immer, in keinem einzigen Augenblick seines irdischen Daseins vergaß, dann bedeutet dies, dass Jesus kein Erleuchteter war, sondern ein Mensch, der noch die Verbindung zu Gott selbst hatte und sich seiner Einheit mit ihm bewusst war. ("Der Vater und ich sind eins, doch der Vater ist größer als ich")

Wenn Jesus Gott noch persönlich kannte, (die meisten Menschen verlieren diesen Bezug schon als kleines Kind), dann hat er viele Erfahrungen in seinem Leben gemacht, wobei er die Schritte unserer Trennung von Gott genau erkennen und miterleben konnte, jedoch immer mit dieser Verbindung, also immer mit einem allumfassenden Verständnis. In all den Schwierigkeiten, die ein irdisches Leben mit sich bringt, hat er die Verbindung immer beibehalten. Es ist nicht nur so, dass Jesus wusste, was er in bestimmten Momenten zu tun hat, sondern er lebte es ganz und gar und er lebte ganz und gar sich selbst. Er fühlte auch die Liebe zu Gott in den Menschen, der zwar verborgen, aber dennoch vorhanden war, und er fühlte auch die Sehnsucht danach, Gott im Menschen zu begegnen.

Ein Irrtum ist jedoch, dass viele meinen, dass er sein Leben für uns Menschen opferte und dass er für uns all dieses Leid ertragen hat. Er opferte nicht uns etwas sondern Gott und auch nicht nur irgendetwas, sondern alles, vor allem allen Widerstand, also letztlich sein Ego, weil seine Liebe zu Gott größer war, als sein Ego. Jesus liebte seinen Vater persönlich! Diese Liebe hat ihm die Kraft gegeben, sein Leben zu meistern, Wunder zu wirken und als Christus wiedergeboren zu werden.

Seine Verwandlung zum Christus:

Allein das Leben von Jesus war ein Mysterium, da er mit einer Kraft und einer Liebe ausgestattet war, die wohl kaum ein Mensch vor ihm jemals hatte. Durch seinen Tod war erst einmal etwas Schreckliches passiert, nämlich, dass das Böse, der Hass und die Gewalt der Menschen scheinbar recht bekam und stärker erschien, stärker als der Sohn Gottes. Es erscheint jedoch nur so, denn selbst im Sterben hat Jesus nicht gekämpft und auch seine Liebe zu Gott nicht verloren. Nur wenn Jesus gekämpft hätte, hätte der Hass Kraft oder Macht über ihn bekommen. Deshalb wurde Jesus in seinem eigenen noch vorhandenen Körper wiedergeboren: Der Christus ward geboren.

Christus wurde geboren und damit eine neue Brücke zu Gott. Durch die Wiedergeburt von Jesus als Christus blieb der Sohn Gottes mit seiner ganz persönlichen Verbindung und Liebe zu seinem Vater auf dieser Erde und existiert überall... Diese Liebe zu Gott, die so groß ist, dass sie über den Tod hinausgeht, existiert auf dieser Erde und wird so lange hier bleiben, bis diese Erde verwandelt ist, also bis sie in ihrer wahren Schönheit erblüht. Einfach erklärt ist es wie eine Energie, die über der ganzen Erde verströmt wurde und jedem Menschen zur Verfügung steht. Näher gehe ich noch einmal im nächsten Kapitel darauf ein.

Nun ist mir wichtig zu verstehen, was das für mich persönlich bedeutet? Wenn ich zu der Feststellung zurückkehre, dass ich im Umgang mit mir selbst trotz all meiner spirituellen Erkenntnisse immer wieder ratlos bin, weil ich nicht weis, wer oder wie ich wirklich bin und nicht genau weis, wie ich mit mir selbst umgehen soll, so kommt genau jetzt Christus ins Spiel. Wenn ich nicht weis wer ich bin, so brauche ich jemanden, der mir hilft und der sich auskennt, d.h. der mich kennt, der das Göttliche in mir kennt und somit also jemanden, der Gott persönlich kennt.

Natürlich gibt es mittlerweile viele Menschen (Gurus, Meister, Avatare...), die glauben Gott zu kennen, doch können mir diese Menschen nur weiterhelfen, wenn sie den Weg zu Christus kennen, denn er ist der einzige, der den Vater wirklich kennt, von Angesicht zu Angesicht. Ansonsten verwirren sie mich oder machen mich von irgendwelchen neuen Theorien (=mentale Wesenheiten) abhängig.

Nur Christus könnte mir genau sagen und zeigen, wer und wie ich wirklich bin und wie ich die Verbindung zum Vater, also zu Gott und ich meine zum Leben (auf dieser Erde, nicht im Himmel) herstellen kann. Christus ist die Brücke zu Gott.

Nur wie komme ich zu Christus?

Jede Religion ist ein vom Menschen aus Angst erschaffenes Wesen, das versucht eine bestimmte Theorie oder einen bestimmten Glauben dadurch am Leben zu erhalten, indem es Menschen von sich abhängig macht und ihnen somit ihre Seelenessenz oder einfach Teil ihrer Lebensenergie raubt. Deshalb finde ich Christus ganz sicher nicht in einer Religion oder in einer Institution. (Näheres im Kapitel 18.5: Christus und Religion)

Da Christus ein Mensch war und trotzdem eins mit Gott, ist es logisch, dass meine Verbindung zu ihm nur über meine ganz persönliche Hingabe möglich ist und nicht über irgendeine religiöse Institution oder über einen Vermittler.

Niemand kann Christus bzw. seine Lehre vermitteln, nur den Weg zu ihm. Gehen muss ich ihn ja selbst, doch wie?

Natürlich beginnt jeder Weg und jede Begegnung mit der Kommunikation, d.h. dass ich anfangen muss, mit ihm zu reden: Ich persönlich mit ihm persönlich. Es ist der Beginn, mich dem Leben wieder zu öffnen und ich nenne das Beten, doch ist diese Art von Beten, für mich mehr eine persönliche Hinwendung, bei der meine Ehrlichkeit mehr zählt als alles andere. Viele traditionelle Gebete werden oft benutzt, um sich zu beruhigen oder um nicht die ehrlichen Gefühle zeigen zu müssen. Der Selbstbetrug darin hat meines Erachtens wenig Sinn und verstärkt meist nur die Angst vor einem strafenden Gott. Entscheidend für mich ist immer der Beginn einer persönlichen und ehrlichen Kommunikation.

Dadurch beginne ich etwas auszutauschen mit ihm, ich beginne von ihm zu lernen, vor allem den Umgang mit mir selbst, aber noch nicht meine Essenz zu erkennen. Der weitere und noch viel wichtigere Schritt ist also, dass ich ihm erlaube, mit mir immer wieder zu verschmelzen, in mir zu sein und zu wirken, da ich letztlich erst durch ihn in mir erfahren werde, wer und wie ich wirklich bin, aber auch wie Gott wirklich ist.

Diesen Schritt kann mir keine Religion vermitteln oder abnehmen. Diesen Schritt muss jeder selbst tun, um zu erfahren, welcher Teil in ihm echt ist und welcher nicht.

Über diesen Schritt habe ich persönlich zu allererst gelernt, barmherzig mit mir selbst umzugehen und fand dadurch den Zugang zu den Engeln. Christus zeigt mir das Wirken mit den Engeln. Meine ganze spirituelle Arbeit, die ich in all den Jahren entwickelt habe, beruht darauf, dass ich die Wege zu den Engeln und zu Christus in seiner Dreifaltigkeit beschreiben möchte: Den Umgang mit meinem Denken, mit meinem Fühlen und mit meinem Handeln (3 in 1), also mit mir selbst, mit Gott und mit den Engeln, aber auch mit meiner Umwelt. Mich brachte Christus zur Dreifaltigkeit bzw. dazu sie zu begreifen und sie zu lehren und ich versuche anderen Mut zu machen, sich ebenfalls auf ihn persönlich einzulassen. Ein paar Beispiele meiner Seminare und das, was ich darüber vermitteln möchte:

  • Engelseminar: persönliche Verbindung zu den Engeln und Verständnis, warum ich sie nicht habe...
  • Meditationsseminar: Warum ich Christus in mir begegnen muss...
  • Inneres Kind - Seminar: Warum „Kind sein“ glücklich macht... bzw. warum ich nur mit Kinderaugen in den wahren Himmel schauen kann.
  • Lebensschule: Die Wege meines Lebens, in meinem Denken, in meinem Fühlen und in meinem Handeln, weg von mir und vom Leben und auch wieder zurück.
  • Traumsymbolik: Wie ich den Sinn und die Bedeutung von etwas herausfinde und warum ich ihn selbst finden muss...

Noch mehr nachzulesen unter www.pandeus.de und dann unter "Seminarbeschreibungen"...

Über Sekten, Gurus und andere spirituelle Abhängigkeiten...

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Die Abfolge bei der Gründung einer Sekte oder einer religiösen/spirituellen Gemeinschaft = Entstehung von spirituellen Abhängigkeiten:

  1. Trennung von anderen. Das bedeutet, dass der Beginn einer spirituellen Abhängigkeit dadurch entsteht, dass man sich von anderen Menschen unterscheiden muss. Aber nicht, um mich zurückzuziehen und meine eigene Individualität zu erkennen (was zur Folge hätte, dass die Toleranz in mir immer größer werden würde), sondern, um mein mangelndes Selbstbewusstsein durch vordefinierte Identifikationen aufzubessern. - Da ich nichts bin, brauche ich einen Titel! Schon glaube ich etwas Wichtigeres zu sein, wie ohne Titel, wenn ich einfach nur ich selbst bin.
  2. Wir sind besser als die anderen! Der Titel alleine reicht jedoch nicht, denn es muss auch noch die Bewertung her. Eigentlich ist der Titel die Grundlage der Bewertung. Oder einfach gesagt, würden wir uns selbst oder andere nicht bewerten, bräuchte es auch keine Titel. Erst der Titel vermittelt das Gefühle: Ich bin besser als die anderen! Ich gehöre zu den besseren! Wir sind die Guten, die anderen die Schlechten oder die Bösen.
  3. Eigentlich glaube ich das selbst nicht! Da ich die Bewertung eigentlich selbst nicht glaube bzw. ich sie alleine meist nicht aufrechterhalten kann, weil eine Bewertung natürlich immer Lebensfremd ist, brauche ich andere, die mich in meinem Denken, Fühlen, Handeln oder Glauben bestätigen (=Abhängigkeit). Ohne sie wäre ich ja wieder alleine, außer ich verbünde mich eben mit anderen machtvollen Wesenheiten, dich mich auf meinem Irrweg begleiten.
  4. Diese Abhängigkeit versuche ich dann zu verstärken bzw. zu bewahren. Dazu gibt es natürlich unterschiedlichste Methoden, wie durch Mitgliedschaft, Beiträge, regelmäßiges Treffen, alle Arten von Verpflichtungen, Erwartungen, aber auch ganz konkret über Rituale, Einweihungen... (Wenn schon Einweihung, warum nicht den Geist Gottes um Einweihung bitten?) Einige konkrete Beispiele zu Abhängigkeiten sind: Du musst so denken, so fühlen, so handeln, diese Techniken genau anwenden, die Rituale vollziehen, die Anweisungen befolgen, ... (also meist irgendeine direkte oder indirekte Form von Druck ausüben und auf gar keinen Fall zuviel Selbstverantwortung übernehmen und er eigenen Intuition, der eigenen inneren Weisheit oder den eigenen Fähigkeiten vertrauen.)
  5. Diese Gemeinschaft bekommt dann einen Namen... (Firma, Institution) Nun, einen Namen vergibt man eigentlich nur bei einer Geburt. Im Prinzip wurde auch etwas geboren, auch wenn es nichts mit Gott oder mit dem Leben zu tun hat: Ein Wesen ist erschaffen worden, vom Menschen selbst. Natürlich aus Angst, denn hätten wir keine Angst müssten wir uns nicht unterscheiden. Deshalb ist es oftmals auch so schwer für die Menschen, die in solchen Abhängigkeiten sich verlaufen haben, wieder auszusteigen. Sie begegnen fast immer diesem Wesen aus ganz viel Angst. Jeder der Mitglieder hatte Angst, z.B. nicht wichtig zu sein, und hat diese Angst diesem Wesen übergeben, wodurch es immer größer wird und wächst. Denn es nährt sich nur von der Energie bzw. der Abhängigkeit der Menschen, d.h. auch nur, wenn sie Angst haben. Es ist die Angst, sich wieder zu befreien und ohne die Institution verloren zu sein, in die Hölle zu kommen oder sonst irgendetwas Unangenehmes zu erleben. Nun ist die Abspaltung von Gott bzw. vom Leben perfekt, denn Offenheit und Neugier für andere Wege, Menschen, Ideen, Konzepte ist natürlich ausgeschlossen, da der Geist des Menschen eingeschlossen ist. Ich gehöre jetzt zwar zu den Guten, hab aber dafür meine Seele oder meinen Geist verkauft...

Tatsache ist jedoch: Wir sind alle Gottes Kinder und Christus lebt in jedem von uns, egal welcher Religion, Sekte, Kultur oder welcher spirituellen Lehre ich angehöre! Jegliche Form von Absonderung (Absonderung kommt von Sünde = Trennung) oder Abtrennung durch die Gründung oder durch die Mitgliedschaft bei einer bestimmten Gemeinschaft bedeutet, dass ich mich vom Leben, also von Gott selbst trenne. ALLE Menschen gehören zum Leben! Wenn ich alleine für mich beschließe, meinen Weg zu Gott zu gehen, braucht es dazu keine Gemeinschaft. Wenn ich von anderen Menschen lernen möchte, braucht es dazu ebenfalls keine Abhängigkeit, weder seelisch, noch geistig, noch materiell. Wenn ich gleichzeitig mit anderen Menschen meinen Weg zu Gott oder zu mir selbst zurückgehe, sind wir automatisch verbunden, weil wir der gleichen Sehnsucht folgen, also in die gleiche Richtung gehen. Die Sehnsucht nach Gott verbindet uns alle Menschen, doch müssen wir dazu keinerlei Gemeinschaft angehören oder irgendwelche Institutionen gründen! Wozu auch, wenn Gott selbst das Leben und auch alle Menschen über die wichtigste Instanz im Leben führen kann: Über das Herz! Und jeder Mensche besitzt eines, also braucht es vielmehr Menschen, die anderen Menschen Mut machen, ihr Herz für die göttliche Führung zu öffnen. Und es braucht wieder Mut, Selbstverantwortung zu übernehmen! Eben, dass ich meinen eigenen Weg zu mir selbst bzw. auch zu Gott finden muss. Wenn ich die Verantwortung für mich selbst trage, bedeutet das, dass ich erkannt habe, dass es in jedem Fall um mich selbst geht. Dann kann ich auch jegliche Hilfe suchen bzw. annehmen, weil klar ist, dass es nicht um neue Abhängigkeiten geht, sondern darum, immer mehr mich selbst zu erkennen oder meinen eigene Verbindung zu Gott zu finden!

In mir lebt Christus genauso wie in Dir Christus lebt, wenn du bereit bist, die Trennung von Gott zu überwinden, also wenn du deine Angst vor Veränderung durch Mut überwindest, wenn du deinen Schmerz durch die Bereitschaft zur Versöhnung heilst und wenn du deine Wut durch Gottvertrauen besiegst. Ja, es ist das Ego das ich überwinden muss, dann wandelt sich meine Unsicherheit durch Selbsterkenntnis in Selbstbewusstsein, mein Hass durch Barmherzigkeit in Selbstliebe und Güte, meine Ohnmacht durch Selbstermächtigung in Selbstvertrauen.

Die Frage die Christus mir und der ganzen Welt stellt ist: "Willst du wirklich deine Selbstverantwortung zurücknehmen und das Kind Gottes werden, das du wirklich bist?"

Auf meinem Lebensweg in dieser Gesellschaft, also auf meinem Weg, mich immer mehr von mir selbst zu entfernen, versuchte ich herauszufinden, wie ich sein soll, wie ich fühlen soll und was ich tun soll, um Anerkennung, Liebe, Harmonie, Frieden oder einfach auch Erfolg und äußeren Reichtum zu bekommen. Letztlich ist es ein Suchen nach Sicherheiten, die jeder in einem anderen Bereich sucht.

Auf diesem Weg machte ich die Bekanntschaft mit verschiedenen Möglichkeiten, mit mir selbst oder mit anderen umzugehen, um meine Ziele zu verwirklichen: Euphorie, Verbitterung und Trotz, oder Lauheit.

Als ich versucht habe, dazwischen einmal aus diesem quälenden Dilemma auszusteigen und wirklich Selbstverantwortung zu übernehmen bzw. mich dem Leben wirklich zu öffnen, machte ich die Bekanntschaft mit vielen unangenehmen Gefühlen: Schuldgefühle, Unsicherheit, Selbsthass, Zweifel, Angst vor meinem Denken, vor meinem Fühlen, vor meinem Handeln, Angst vor Veränderungen, aber auch Schmerz und Wut sind in mir, weshalb ich mich nur schwerlich meinem schlechten Gewissen und den mahnenden Ängsten meiner Vergangenheit widersprechen traute.

Doch da kam Christus in mein Leben, weit ab von Kirche und Religion wandte ich mich an ihn und betete in einem Wust der Verzweiflung zu ihm. Und siehe da:

Ich bin wieder aufgewacht!

Heute schreibe ich diese Zeilen, den Christus hat mich wieder einmal berührt und mich dadurch aufgeweckt. Wieder einmal fühle ich diese wunderbare Kraft in mir, die die Welt nicht lassen will, wie sie ist, sondern sie verändern will! Es gibt noch so viel Leid, soviel Hass, der in den Menschen schlummert und ich fühle, dass es nicht der Sinn und auch nicht Gottes Wille ist, darauf zu warten, dass dieser Hass geweckt wird. Nur weil niemand wagt damit umzugehen, verharren die Menschen in ihrer Ablenkung und Ohnmacht. Nur weil es noch keine Schule gab, in der wir lernten unseren Hass zu lösen, unseren Schmerz zu heilen und uns aus der Ohnmacht zu befreien, ist die Menschheit noch am Schlafen. Auch ich verharre oftmals noch in diesem süßdumpfen und scheinbar bequemen Schlaf des Unterbewusstseins, doch weckt mich dann wieder diese wunderbare Kraft und Christus tritt in mein Leben.

Deshalb möchte ich Mut machen, Mut, das Leben zu verändern, doch nicht so sehr äußerlich, sondern innerlich! Mut, alte Dinge, Vorstellungen und Verhaltensweisen zu hinterfragen und nach neuen zu suchen! Mut, nach dem Sinn zu fragen! Mut den eigenen Gefühlen zu vertrauen, genauso wie es Mut braucht Fehler zu machen, um aus ihnen zu lernen und einer wunderbaren Macht zu vertrauen, die unser Leben lenkt. Auch möchte ich Mut machen, ehrlicher zu werden, aber zuallererst zu sich selbst und zu Gott!

Es ist der Mut diese Kraft zu leben, die da in uns ist, die das Leben eben nicht lassen will, wie es ist! Es ist der Mut, nein zu sagen, auch wenn es vielleicht erst einmal nur innerlich ist. Vielleicht reden wir beide einmal über unser beider Leben und du stellst fest, dass diese Kraft der inneren Revolution auch in Dir schon lange war, du nur den Mut nie fandest, sie zu leben, ihr zu vertrauen... Dann, ja dann möchte ich dir folgendes sagen und vielleicht kommt es ja sogar schon jetzt bei Dir an:

Das war es immer schon und wird es auch immer sein:

Die Kraft des Christus in Dir, die Dreieinige Kraft, das weiße Feuer Deines Charismas!

Nicht neues Denken wird die Welt verändern, sondern neue Menschen! Menschen, die den Mut haben dieses Feuer zu leben.

Für mich habe ich längst erkannt, auch wenn ich genauso wie jeder andere darum ringe: Wir sind nicht hier um uns auszuruhen! Jeder Mensch hat die Berufung, die Welt durch seine eigene Individualität zu verschönern, sie durch die Kraft des eigenen Herzens ein Stück weit zu verzaubern und mit dazu beizutragen, das Paradies auf Erden zu erschaffen! Das bedeutet für mich, ein spirituelles Leben zu führen.

Ich frage mich, wo ist die Kraft, die uns Gott gegeben? Wo ist die Freiheit, die ich mir nur selbst schenken kann? Was ist mit meinem eigenen und freien Willen?

Ich weiß nicht, ob alles im Leben so geschehen wird, wie ich es mir wünsche, weil ich sehr wohl begriffen habe, dass es unsinnig und überheblich ist, zu glauben, ich sei der Schöpfer meines eigenen Lebens, da ich es schon probiert habe, so zu leben. Kontrolle und Manipulation meiner Gedanken machen eben doch noch lange keinen Schöpfer aus mir. Doch sehr wohl habe ich die Möglichkeit und Freiheit zu bestimmen, wie ich mit den Dingen im Leben umgehe. Also was ich aus meinem Leben mache und welchen Kräften ich erlaube, in meinem Leben zu wirken, entscheide ich immer selbst, bewusst oder unbewusst! Und ganz sicher ist eines: Nicht zu entscheiden ist auch eine Entscheidung, die Entscheidung anderen in meinem Leben die Macht zu geben, über mich zu bestimmen! Und daraus geschieht sicher keine Veränderung, nur Unterdrückung und Abhängigkeit. Wer soll für mich entscheiden, wenn ich es nicht tu? Ist es unsere Bestimmung, fremdbestimmt ein Leben lang nur gehorsam unsere Pflichten zu erfüllen? Jeder Mensch hat die Freiheit zu entscheiden, auch wenn es nur ganz tief in mir drin ist! Jeder Mensch hat die Freiheit zu Wollen und die Verantwortung dafür, ob oder wie er diese Freiheit nutzt. Meine Erfahrung hat mich gelehrt: Die Verantwortung für mich selbst, also auch dafür, wie ich mit meinem Leben umgehe, gehört immer zu mir, im Leben wie im Tod, wie auch in der jenseitigen Welt. Egal, ob ich die Verantwortung trage bzw. nehme oder nicht, irgendwann muss ich sie nehmen...

Außerdem habe ich festgestellt, dass das wirkliche Leben erst dann beginnt, wenn ich mit den Dingen umgehe, weil ich erst dann begreife, dass ich ein aktiver Teil des Lebens bin.

Anhand eines Beispieles möchte ich zeigen, warum Christus "persönlich" so wichtig ist, denn es haben natürlich auch alle anderen Menschen Recht, die sich an Gott "persönlich" oder auch an die Engel wenden. Ich selbst lebe, bete und arbeite sehr viel mit den Engeln und meine persönliche Beziehung zu Gott steht außer Frage, sie ist wohl das wichtigste in meinem Leben geworden. Dennoch, ohne Christus gäbe es diese Beziehung nicht. Nun, zuerst einmal zu dem Beispiel:

Unsicherheit - Was mache ich, wenn ich unsicher bin??? Ich gehe einmal davon aus, dass ich gerade nicht weis, was Unsicherheit ist, ich meine, dass ich keinerlei Umgang damit kenne, also genau so, wie ich mich selbst vor ca. 15 Jahren fast immer gefühlt habe. Nun, um in meiner Unsicherheit Hilfe zu bekommen kann ich natürlich zu den Engeln oder auch zu Gott beten, doch tut das natürlich meistens keiner, weil gerade die Unsicherheit mich davon abhält solch wunderbare Kräfte zu mir zu rufen. Selbst wenn ich ein Gebet zu Gott sprechen würde, wäre es doch wohl so schwach, dass es kaum "hörbar" wäre und Engel kennen keine Unsicherheit, natürlich kennt auch Gott keine Unsicherheit, auch wenn diese Unsicherheit in Gott existiert, so hat oder wird er sich niemals damit identifizieren (wäre ja auch schlimm...). Nein, ich brauche jemand, der die Unsicherheit und den Weg heraus aus ihr kennt, der sie überwunden hat! Nun ich glaube es gibt wohl kaum jemand der die Unsicherheit in der Vorrauschau auf seinen eigenen Leidensweg mehr gefühlt hat, als Christus. Ja, er kennt die Unsicherheit und er hat es aus eigenem und freien Willen geschafft, sie zu überwinden, sich nicht in ihr zu verlieren oder mit ihr so sehr zu identifizieren, dass er vergaß, wer er selbst wirklich ist! Er hat es geschafft, Gott in sich selbst wieder zu finden, obwohl soviel Angst um ihn herum war und die Menschen mit jeglicher Gewalt versuchten, ihm diese Angst aufzubürden. Doch er hat sie nicht genommen, sondern auf Gott vertraut, auf seinen Ursprung vertraut, also letztlich auch auf sein wahres Wesen vertraut und das sogar über den Tod hinaus.

Nun, da wir oftmals aus diesen unangenehmen Gefühlen und Problemen herausmüssen, brauchen wir eben jemanden, der uns eine Brücke zur Verfügung stellt, die er selbst bereits gebaut hat: Das ist Christus.

Und außerdem braucht es ganz sicher keinerlei religiöser Definitionen oder Erklärungen um sein Mysterium zu begreifen, sondern nur den Mut, ihm persönlich zu begegnen: Im Gespräch, im Gebet oder in einer Meditation. Auch ich möchte über diese Texte einfach Mut machen, sich aus all den Abhängigkeiten, egal ob religiöser oder spiritueller Art, zu befreien und ihm persönlich zu begegnen, um eben selbst herauszufinden, was dieses wunderbare Mysterium verbirgt.