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Nachlese Lebensschule 2004

Die drei Teile der Lebensschule, Teil I Schule des Bewusstseins, Teil II Schule der Liebe und Teil III die Schule der Macht, sind nun zu Ende gegangen und ich möchte über die Essenz noch ein paar Zeilen schreiben.

In der Lebensschule geschieht etwas, was ich auch in meiner eigenen Schulzeit sehr geliebt habe: Etwas miteinander Erarbeiten.

Ich habe herausgefunden, dass es wenig Sinn ergibt, mich selbst oder auch andere Menschen mit all den unangenehmen Themen und Verhaltensweisen zu konfrontieren, die ich mir in meiner Vergangenheit zugelegt habe, wenn ich nicht auch die "Lösung", d.h. einen Umgang damit kenne oder vermittle. Dies ist meines Erachtens genau der Schritt von der Theorie in die Praxis bzw. in den Alltag, der für mich persönlich ausschlaggebend geworden ist. Lösung bedeutet für mich nicht, Erlösung zu finden, also das Wegmachen oder Auflösen von Problemen, sondern das Annehmen und Umgehen lernen mit einem Problem bzw. das Herausfinden wer oder was mich daran hindert. Probleme lösen sich natürlich immer wieder auf, doch ist das nicht das Entscheidende, denn deswegen bin ich noch lange nicht in alle Zeiten erlöst von Problemen. Probleme und Schwierigkeiten werde ich wohl immer wieder einmal haben. Natürlich habe ich die Sehnsucht, Probleme zu lösen, also mich von ihnen loszulösen, doch stelle ich immer wieder fest, je mehr ich mich auf ein Problem einlasse und mit ihm umgehe, umso mehr verschwindet es. Manchmal verschwindet nicht einmal das Problem selbst, sondern lediglich das, was es so schwierig und anstrengend gemacht hat: "Meine Weigerung damit umgehen zu wollen."

Das wichtigste ist für mich, dass ich gelernt habe, dass alle unangenehmen Gedanken, Gefühle oder Handlungen einen Grund haben, den es herauszufinden gilt, aber nicht, um zwanghaft in mir selbst oder in meiner Vergangenheit zu stöbern, sondern um mein Verhalten im Umgang mit mir selbst und mit anderen grundlegend zu verändern. Ich habe herausgefunden, dass nicht ausschlaggebend ist, ob es mir gut geht oder nicht, ob ich krank bin oder nicht, nicht der Erfolg den ich habe oder nicht habe, zeigt, ob ich in Übereinstimmung mit dem Leben oder mit Gottes Willen bin, sondern nur wie ich mit mir selbst und mit den Dingen umgehe: Selbstbestimmung und echte Hingabe oder Schuld und Selbstbestrafung?

Immer wenn ich meine Selbstverleugnung und den lieblosen Umgang mit mir selbst oder auch mit dem Leben erkenne, dann erkenne ich mein Ego und lerne es zu überwinden. Immer wenn ich nur den Inhalt meines Denkens, Fühlens oder Handelns verändere, bleibt mein Ego das gleiche und meine Selbstverleugnung bzw. mein Selbsthass auch...

Über die Lebensschule möchte ich Möglichkeiten für einen neuen, d.h. ehrlicheren und liebevolleren Umgang mit mir selbst aber auch mit dem Leben zeigen. Sie ist eine Kombination aus Lehren und Erarbeiten. Der Lehrstoff ist der eigene Alltag und erarbeitet wird die Möglichkeit für ein neues Leben für eine neue Zukunft. Für mich ist diese Arbeit Pionierarbeit und alle, die diese Schule besuchen sehe ich ebenfalls als Pioniere, die sich nicht damit zufrieden geben, auf die heile Welt zu warten, sondern die hier und jetzt und d.h. im eigenen Alltag anfangen wollen, ihre ganz persönliche Welt zu verändern.

Obwohl ich die drei Teile der Schule zunächst als getrennte Teile und von einander unabhängig sah, zeigt sich nun nach dem ersten Durchlauf, dass die Reihenfolge Teil I Schule des Bewusstseins, Teil II Schule der Liebe und dann Teil III Schule der Macht, sinnvoll ist und auch, dass alle drei Teile zusammengehören.

Ich sage allen Mitwirkenden (irdischen und geistigen) noch einmal Dankeschön, dass sie den Mut hatten, bei diesen drei Teilen mitzuwirken.

D a n k e !

Herzlichst Heliamus Raimund


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