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Macht das Leben wirklich Spaß und Freude?

"Das Leben macht Spaß und es ist pure Lust am Leben, die sich immer wieder in Wellen von Ekstase und Glückseeligkeit in mir zeigt, wenn ich das Leben selbst in mir erkenne, fühle und erlebe."

Dies ist zwar kein Dauerzustand, aber doch ein Ziel, dem ich mit meinem ganzen Streben und mit meinem Herzen folge, weil es, auch wenn ich dieses Glück nur ein einziges Mal erlebt habe, mein Herz nicht mehr zur Ruhe kommen lässt.

Ich weiß natürlich, dass das schwer ist zu glauben oder es umzusetzen, doch habe ich begriffen, dass das, was das Leben in mir behindert oder verneint sind Entscheidungen die ich gefällt habe und immer noch fälle, dass das Leben z.B. schwierig ist, es zu viel Ärger, Hass und Missachtung gibt und ich deshalb nicht wirklich leben will, sondern lieber einfach nur meine Rolle spiele. Es sind Schlussfolgerungen, die ich aus früheren Erfahrungen gezogen habe, um irgendwie damit klar zu kommen. Leider sind mir diese Schlussfolgerungen nicht mehr bewusst, ich lebe unbewusst oder besser gesagt, ich entscheide, dass ich nicht wirklich leben und lieben will, und diese Entscheidung ist mir nicht mehr bewusst. Dies nenne ich eine selbstverständlich gewordene Verhaltensweise oder auch eine Identifikation mit einer bestimmten Rolle, die ich übernommen habe. Dies zeigt sich vor allem darin, dass ich vielen unangenehmen Dingen nicht mehr mit einem offenen Herzen begegne, um nicht, wie ich (scheinbar) glaube, verletzt zu werden, aber eigentlich nur deswegen, um nicht mit den Verletzungen in Berührung zu kommen, die schon in mir vorhanden sind. Aus Schutz öffne ich mein Herz dann eben nicht mehr, doch wird dieser Schutz auch zu meinem eigenen Gefängnis.

Durch meine Sehnsucht nach Gott und nach der geistigen Welt habe ich gelernt, dass es eine wunderbare Kraft (Gott, die Liebe, den Himmel, universelle Kraft oder wie auch immer wir sie nennen) wirklich gibt. Doch was ich auch lernte ist, dass es nicht so ist, dass ich erst sterben muss, um in den Himmel zu kommen, sondern dass es genau umgekehrt ist: Wenn ich in den Himmel will, muss ich jetzt anfangen zu leben, Fragen zu stellen, Wege und Möglichkeiten zu suchen, wie ich mit mir selbst und mit meiner Umwelt umgehen kann. Nicht Gott wird mich irgendwann in den Himmel holen, sondern ich muss den Mut haben, ihm entgegenzugehen! Ich muss anfangen wieder bewusster zu werden, wer oder wie ich bin, was ich will, was ich fühle, wie ich mit mir selbst, mit meinen Gedanken, mit meinen Gefühlen, mit meinem Willen umgehe, wie ich mit anderen umgehe... . Auf diesem Weg lerne ich, mich wieder zu öffnen, oftmals zuerst für meine übernommenen Verhaltensweisen, also für mein Ego, das gelernt hat auf eine bestimmte Art und Weise zu erscheinen, was für mich zwar immer eine schmerzliche aber auch sehr heilsame Begegnung ist.

Aber natürlich öffne ich mich, d.h. mein Herz, auch immer mehr meinem Wahren Wesen und auch Gott, d.h. dem Leben. Mit Gottes Hilfe finde ich immer mehr heraus, wie ich wirklich bin bzw. wie ich nicht bin, was echt ist und was nicht. Ich habe gelernt, dass auf dieser Suche, auf diesem Weg wirklich nur wahr im Sinne von echt ist, was meinem Herzen entspringt, weil ich eben doch letztlich ein Kind Gottes, also ein Abbild von ihm bin. Wahrheit entspringt immer dem Herzen, ohne mein Herzen gibt es nur die Dualität, das alte Gesetz von Karma, von Auge um Auge, Zahn um Zahn, d.h. wer mich verletzt, muss bestraft werden und, wenn ich jemand verletzt, muss ich bestraft werden. Das ist das alte Leben (Testament), das Leben ohne Gnade.

Nur mit meinem Herzen, nur mit den Augen der Gnade, lerne ich die Welt zu sehen, wie sie wirklich ist, aber auch mich selbst, meine Vergangenheit, sogar Gott lerne ich zu schauen, weil ich plötzlich mit Augen lerne zu sehen, die alles sehen. Diese Augen verzaubern mein Leben, weil in ihnen die Kraft der Versöhnung leuchtet. Nur die Augen des Herzens können alles sehen und schauen nicht weg, wenn etwas unangenehm wird, weil sie nämlich stets bereit sind, zu vergeben, die Dinge immer wieder neu zu betrachten, um wirklich ganzheitlich sehen zu können, und weil sie voll Demut sind, also immer wieder bereit, sich Gottes Willen hinzugeben. Für mich ist es so, dass auch wenn Gott immer größer sein wird als ich und auch immer ein Stück weit unbegreiflich, so kann ich mich doch auch immer an ihn wenden und mich an ihm orientieren.


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