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Anti-Kettenbrief der besonderen Art, Bezug nehmend auf die Flutkatastrophe...

(Januar 2005)

Lieber Leser,

ich weis, ich mag auch keine Kettenbriefe, vor allem keine, die man an mindestens 10 Leute verschicken muss, damit man das versprochene Glück bekommt. Es klingt meist sogar bedrohlich, und wer versucht, sie einfach doch zu löschen, bekommt, wenn er genauer hinfühlt, ein mulmiges Gefühl.

Es ist ein Spiel, doch geht es nicht um Glück sondern um Umglück bzw. um die Angst davor, denn es wird Angst ausgesandt nicht Glück! Die Angst, dass ich kein Glück bekomme, wenn ich nicht tu, was der Brief von mir fordert, z.B. eben, dass ich ihn an mindestens 10 Leute weiterschicken muss.

Aus meiner Sicht will da jemand ziemlich viel Angst loswerden und macht es auf eine, wenn auch vielleicht unbewusst, aber doch sehr zweideutige Art und Weise, weil er einerseits Glück verspricht, und sich aber andererseits der sensibelsten aller menschlichen Ängste, der Angst vor Unglück bedient und sie auch noch schürt(mit seiner eigenen natürlich, die er dabei los wird): Durch die Prophezeiung von Unglück (wenn z.B. Bedingungen nicht erfüllt werden)! Dieser Jemand versucht vielen Menschen Angst zu machen, die sie leider auch sehr oft noch nehmen.

Ich fühlte noch nie Glück, das zu mir kam über einen Rundbrief, zwar fühlte ich die Versuchung, mein Glück über diese Technik erreichen zu können, meist fühlte ich jedoch nur die Angst, ihn nicht zu bearbeiten oder ihn nicht weiterzuschicken und die Angst, deshalb Unglück zu ernten, denn irgendein Wesen, das hinter diesem Spiel steckt, wünscht mir ja dieses Unglück, wenn ich nicht tu, was verlangt wird...

Je mehr Menschen diesen Brief dann weiterschicken, umso mehr Angst wird draufgepackt. Jeder erleichtert sein Gewissen ein wenig "schließlich hab ich es ja weitergeschickt". Bei manchen Kettenbriefen wird sogar auch noch Zeitdruck transportiert: "wenn du diesen Brief weiterschickst, dann geschieht die in drei Tagen etwas wunderbares" und was wenn nicht? Geschieht mir dann ein Unglück? Weil etwa gar Gott es so wollte? Was geschieht mit einem Menschen, der am Ende dieser Kette steht? Wenn das Glück das jeder bekommen soll nicht von Gott kommt, dann ist die "Menge" begrenzt! Wie bei allen Schneeballsystemen bleiben die letzten die dummen, denn für sie bleibt nichts mehr bzw. bekommen sie nach diesem System die ganze Angst, den Druck bzw. das schlechte Gewissen. Wenn solch einem Menschen Unglück widerfährt, so stellt sich doch die Frage, woher die destruktiven Energien kommen und wer dafür die Verantwortung trägt...

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Der Anlass zu diesen sehr ehrlichen Worten ist für mich ein Unglück, das nun wirklich geschehen ist: Die Flutkatastrophe in Asien.

Ich glaube nicht, dass mein (äußeres) Glück programmierbar ist, genauso wenig wie ich glaube, dass ich Unglück, das mir widerfährt, verdient habe. Natürlich wirke ich in meinem Leben durch mein Denken, durch mein Fühlen und durch mein Handeln mit, jedoch vor allem dadurch, dass bzw. wie ich mit den Dingen umgehe und das bedeutet, auf welche Art und Weise ich mit mir selbst, mit anderen Menschen oder mit Situationen umgehe. Die Engel haben mir immer versucht beizubringen, dass es meine Liebe und meine Hingabe ist, die ich in den Umgang mit mir selbst und mit den alltäglichen Dingen hineingebe, durch die ich meine Welt verzaubere und durch die ich die Engel einlade, mir beizustehen.

Nein, ich glaube auch nicht, dass ich etwas richtig oder falsch machen kann, um Glück zu erreichen oder Unglück abzuwenden. Sicher ist es jedoch falsch, wenn ich mich von Gott und von der Liebe abwende, weil ich mich dann auch dem Gefühl für Gnade beraube. Bestrafen tut mich Gott trotzdem nicht, das erledigt schon ein anderer.

Wie könnte ich sagen, dass ich Dinge oder Situationen in seinem Leben bewusst erschaffe oder steuere, wo ich doch nicht einmal ahnen kann, wer oder was alles mitwirkt. Wie könnte ich alle Kräfte wahrnehmen, die im Leben wirken, geschweige denn, mit ihnen umgehen?

Für mich entsteht Barmherzigkeit durch erfahrenes Unglück, in dem ich mir trotz aller schwierigen Umstände meine Liebesfähigkeit bewahrt habe und nicht, weil ich mich gerade darauf programmiere oder mich besonders gut im Griff habe.

Unglück ist etwas Schlimmes und es ist traurig, dass es geschieht, doch für mich stellt sich immer die Frage, ob ich mir dabei meine Liebe bewahre. Nicht ob ich Glück oder Unglück in meinem Leben verdiene bzw. vermeide, sondern ob ich mein Herz offen halten kann, ist für mich die wichtigste Frage.

Die Menschen in der Flutkatastrophe haben dieses Unglück sicher nicht verdient!

Und selbst wenn es so wäre, wie könnte ich dies beurteilen?

Genauso wenig wie ich Glück erreichen kann, kann ich Unglück durch irgendeine Technik abwenden, außer vielleicht durch eine besondere Hingabe an die Gnade Gottes, in der doch wieder alles möglich ist. Das einzige Glück, das ich wirklich selbst finden kann, ist, dass ich in meinem Herzen die Liebe wieder finde. Doch auch dies kann ich nicht so einfach erreichen oder auf Knopfdruck einschalten, denn auch dafür braucht es mein Sehnen danach...

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Immer wenn es Menschen sehr schwer fällt zu lieben,

weil ihnen ein großes Unglück widerfahren ist

Immer wenn Mensch sich nicht mehr für die Liebe entscheiden,

weil Schmerz und Trauer sie übermannt,

sollten andere Menschen ihnen helfen,

wieder lieben zu wollen,

indem sie selbst aus ganzem Herzen lieben,

noch viel mehr, als bisher,

also indem sie ihre Liebe zu sich selbst und zu Gott noch viel mehr fühlen...

.

Ob es mir bewusst ist oder nicht,

diese Liebe wird andere anstecken,

wird Schmerz heilen und Unglück verwandeln!

Ja, diesmal möchte ich tatsächlich auch einen Kettenbrief starten, doch besteht diese Kette aus nur einem einzigen Glied, mir selbst, da ich niemanden durch irgendeine Bedingung abhängig machen will. Du musst ihn auch nicht weiterschicken, damit Dir kein Unglück widerfährt, und du sollst ihn auch auf gar keinen Fall weiterschicken, wenn du das nicht aus eigenen und freien Stücken möchtest. Es gibt in diesem Kettenbrief keine Angst, die ich irgendjemanden machen möchte und auch kein Versprechen irgendeines Glücks oder einer Absolution, die wir uns sowieso nicht erkaufen können.

In diesem Kettenbrief sende ich Dir ein Gefühl und eine Bitte.

Mein Gefühl...

Wenn ich die traurigen Berichte im Internet lese und die schrecklichen Bilder anschaue, so fühle ich Traurigkeit, und ist natürlich auch meine eigene Traurigkeit, dass soviel Unglück schon geschehen ist und immer noch geschieht, aber ich fühle auch eine übergroße Sehnsucht, die Sehnsucht nach Gott, nach der Gnade Gottes, die alles Unglück verwandeln und allen Schmerz heilen kann. Diese Sehnsucht möchte ich gerne mit anderen teilen, anderen mitteilen...

Meine Bitte ist nun eine besondere Bitte...

Die meisten Menschen glauben, dass, wenn möglichst viele Menschen zur gleichen Zeit dasselbe tun, es eine immense Kraft und Wirkung hat. So beten und meditieren viele Menschen zu vielerlei Zeiten, um Frieden und Liebe in die Welt zu bringen. Ich bin sicher, dass sie auch alle wohl wollende Absichten haben und ich glaube auch, dass es gut und sinnvoll ist, dass sie das tun.

Dennoch...

Ich glaube, dass es die menschliche Euphorie ist, die versucht über möglichst viele Menschen oder möglichst viel Energie, möglichst viel Kraft oder möglichst viel... von irgendetwas, die Wirkung einer bestimmten Absicht zu erreichen, ich meine zu erzwingen. In der Euphorie will ich, dass möglichst viele Menschen das Gleiche denken, singen, beten..., weil ich ein bestimmtes Gefühl erzeugen oder erzwingen will. Gerade weil ich selbst diese Euphorie so gut kenne, schreibe ich diese Zeilen, denn es gibt für mich keine größere Kraft, als die des individuellen und einfachen Herzens:

Tausende von singenden und jubelnden Chören,

können nicht aufwiegen,

was das kindliche Herz Gott offenbart,

wenn es mit seinen einfachen Worten zu beten beginnt.

.

Hunderte von Mantren und spirituellen Techniken,

heilige Worte von Massen von Menschen nachgesprochen,

werden niemals bewirken,

was meine ehrliche Hingabe an mein eigenes inneres Gebet vermag.

.

Millionen von Uniformen können niemals so hell leuchten,

wie die Individualität meines eigenen Herzens.

.

...und Gnade werde ich durch nichts erreichen,

denn durch meine einfache, ehrliche und persönliche Hingabe an Gott selbst.

.

Meine Bitte an Dich ist:

ein Lichtlein anzuzünden, in einer stillen Stunde, irgendwann...

Mit diesem Licht wünsche ich Dir,

dass du dich an dein eigenes Licht erinnern magst,

und daran,

aus welchem Licht es geboren wurde.

Genau dann möchte ich Dich bitten,

wenn du den Zeitpunkt auch für richtig findest,

mit Deinen Worten Gott um seine Gnade zu bitten,

für Dein eigenes Leben und für das Unglück in dieser Welt,

für das Unglück in meiner Welt, in deiner Welt, in unserer aller Welt,

damit jeder unglückliche Mensch die Chance bekommen mag, sich wieder an seine Liebe zu erinnern,

um das Glück wieder zu fühlen, was ihm schon zu Teil wurde: Lieben zu können...

Denn nur die Liebe heilt ja den Schmerz

und verwandelt Unglück in Glück!

Wenn Du durch dein Gebet Gnade in Deinem Leben erfährst, heilst Du die Welt, Deine, meine und unsere Welt, weil du den Mut hattest ein Tor zur Gnade des Lebens zu öffnen. Wenn du diese Gnade fühlst oder erlebt hast, so bitte ich Dich, sie auf Deine Art und Weise weiterzusenden, deinen persönlichen Weg zu Gott mit anderen zu teilen, anderen mitzuteilen...

Dieser Brief ist meine Art.

Hab Dank.

Heliamus Raimund

Wer diesen Kettenbrief gerne haben oder weiterversenden möchte, schicke bitte ein Email mit dem Vermerk "Anti-Kettenbrief bitte zusenden" an: Heliamus@pandeus.de


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