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Oder was glaubst Du?

Über Glaube und Spiritualität...

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Der große Irrtum oder warum Religionen niemals mit Gott verbinden...

Alle Religionen oder spirituelle Lehren haben leider eines gemeinsam: Den dogmatische Anspruch der Absolutheit. Allein dieser Anspruch macht sie schon unglaubwürdig, denn wie könnten Worte Wahrheit ausdrücken. Sie könnten bestenfalls als Hinweise oder als Ratgeber fungieren, denn was letztlich zählt ist doch der Geist der hinter ihnen steckt...

Worte sind nur das Gerüst für den Geist der dahinter steckt!

Sie können hilfreich sein,

um den Geist zu transportieren,

von Herz zu Herz,

von Seele zu Seele!

Durch sie kann ich Wunderbares erschaffen,

wenn sie meinem wahren Wesen entsprechen,

dem ich erlaube,

sich in mir zu offenbaren.

Wahr sind sie jedoch nur,

wenn sie in dem Augenblick, indem ich sie spreche,

mit dem, was ich wirklich fühle übereinstimmen

und das ist wahrlich eine Kunst,

in der ich wohl niemals aufhören werde,

immer weiter zu lernen.

Aber sie können auch ablenken und täuschen,

weil der Geist sich versteckt, der hinter ihnen wirkt.

Deshalb bin ich wach und frohen Mutes

und achte auf den Geist,

der in mir und in meinen Worten wirkt!

Wahrheit existiert nur in dem Moment, in dem das Wort das ich spreche auch meinem Herzen entspricht. Somit ist Wahrheit etwas Lebendiges, was in Augenblicken existiert, aber auf gar keinen Fall in Form einer Lehre.

  • Dazu ein Beispiel: Wahr ist z.B.: Das Leben (Gott) ist gütig! Wenn ich nun aber eigentlich wütend auf das Leben bin, weil es mir nur Schwierigkeiten bringt, dann wäre es doch ehrlich diese Wut zu zeigen oder mitzuteilen. Dies verbieten uns natürlich sämtliche Lehren, denn wo heißt es schon: "Wenn du wütend bist, dann schrei Gott an und sag ihm, was Dir nicht passt!" Nein, es heißt: Gott ist gütig, und wenn du das nicht glaubst, bist du falsch! Sei unterwürfig und schluck deine Wut und bete um Vergebung, dass du jetzt wütend warst, denn das gehört sich ja nicht. Fakt ist aber, dass ich in dem Moment, in dem ich wütend auf mein Leben bin, nicht fühle, dass Gott gütig ist und wenn ich es schlucke, dann belüge ich mich selbst und bekomme Magenschmerzen!
  • Noch ein Beispiel: Nehme ich irgendeinen Satz und lasse ihn zehn verschiedene Menschen interpretieren, so werde ich zehn verschiedene Interpretationen finden. Lasse ich sie einen Baum erklären, werde ich zehn verschiedene Bäume finden. Warum? Weil das richtig ist! Die Individualität eines jeden Menschen ist das Kostbarste, was er hat, also werden eigentlich niemals zwei gleiche oder übereinstimmende Interpretationen erfolgen. Somit ist der Anspruch auf allgemeine Gültigkeit schon wieder hinfällig. Es ist so, als würde ich einer bunten Blumenwiese erklären, dass sie nun alle gleich auszusehen haben, nur weil irgendjemand das jetzt so für richtig erklärt.
  • Und noch ein letztes Beispiel: Stellen sie sich vor, sie reisen morgen von Wien nach Brüssel. Für die Reise nehmen sie aber eine Landkarte, die Tausend Jahre alt ist. Wo werden sie wohl rauskommen? Spirituell gesehen machen wir aber genau das, sobald wir uns auf irgendwelche uralten Lehren festlegen, die vielleicht irgendwann einmal eine Gültigkeit hatten, jedoch heute vollkommen überholt sind!

Unterwürfigkeit, Gehorsam, Anpassung egal ob an eine Lehre oder an einen Menschen ist immer gelogen und zwar zutiefst verlogen. Wenn es überhaupt eine Lehre geben würde, die uns mit Gott verbinden könnte, so eine, die uns zuallererst zu Ehrlichkeit und Selbstverantwortung ermahnt und nicht zu Unterwürfigkeit und Selbstverleugnung.

Natürlich sagen die meisten Lehren, du sollst nicht lügen, aber wütend auf dein Leben sollst du auch nicht sein, und so... und so... sollst du auch nicht sein. Dafür haben sie dann immer genau parat, wie du sein solltest: Hauptsache nicht ehrlich und Hauptsache nicht du selbst. Also wie in der Wirtschaft: Kontrolle, Erwartungshaltungen und Leistungsdruck. Also sollst du letztlich doch dich oder andere belügen, vor allem, wenn das im Sinne der Lehre ist. Es ist infam und ignorant zu glauben, das Leben, ließe sich in Religionen, Lehren oder in Büchern einsperren und würde nur bestimmten Menschen zur Verfügung stehen. Egal welche Lehre oder welches System, letztlich ist das alles Fremdbestimmung und führt uns immer in eine Welt voller Kontrolle und Erwartungshaltungen: Auch wenn es mir noch so schlecht geht, Hauptsache liebevoll erscheinen! Und das soll uns spirituell machen? Nein, das macht uns nur unterwürfig und blind gegenüber unserem wahren Wesen. Und je mehr wir uns von unserem wahren Wesen entfernen, also je unehrlicher wir im Umgang mit uns selbst werden, desto weniger finden wir zu Gott zurück. Kein Wunder also, dass der Erlöser im Außen nicht kommt...

Würde eine Religion, eine Lehre oder eine religiöse Institution uns tatsächlich mit Gott verbinden, dann würde sie sich selbst innerhalb kürzester Zeit auflösen. Da jeder Mensch dann selbst mit Gott verbunden wäre, bräuchten wir die Lehre ja nicht mehr...

Unsinn! Der einzige Weg zu Gott ist die Selbstverantwortung, die wir uns leider erst einmal wieder holen müssen, weil sie uns von klein auf genommen wurde.

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Warum die Verbindung zu Gott jeder selbst finden muss...

Jeder Mensch wurde von Gott erschaffen. Kein Mensch schafft es, auch nur zwei Zellen miteinander zu verbinden oder verschmelzen zu lassen. Kein Mensch hat je auch nur ein einziges Samenkorn zum Wachsen gebracht. Ich kann es natürlich unterstützen bzw. geschehen lassen, aber ich kann es nicht "machen". Also bin nicht ich der Schöpfer von Körper, Seele und Geist, sondern Gott oder wie auch immer man ihn nennen will. Meine Erfahrung ist, dass wenn Menschen sich darüber unterhalten, wie Gott wirklich zu definieren wäre, sie meist weit entfernt sind von sich selbst und deshalb nur theoretisieren. Es bedeutet, dass sie ihre eigenen ungelösten Probleme auf Gott projizieren und dann festlegen, wie er ist. Ich meine, wenn wir erkennen, fühlen, begreifen, dass wir alle Kinder Gottes sind, dann gibt es nur einen Weg zu Gott zurück: Ich muss die Verbindung zu ihm selbst suchen! Wenn ich sein Kind bin, muss ich herausfinden, wie ich mit ihm kommunizieren kann, muss ich anfangen, selbst wieder mit ihm zu reden. Ich muss selbst herausfinden, wann und wie ich mich von ihm getrennt habe und auch, wie ich wieder zurückkehre. Natürlich kann ich dazu Hilfe von außen annehmen, denn die werde ich natürlich auch brauchen, aber letztlich muss ich meinen eigenen Weg zu Gott finden, ihm ganz persönlich selbst begegnen...

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...und wenn wir nicht werden wie die Kinder

Wenn wir alle Kinder Gottes sind, stellt sich für mich nur die Frage, warum wir uns daran nicht erinnern!? Nun dafür gibt es zwei einfache Erklärungen: Erstens, weil wir durch unsere Eltern und durch unsere Erziehung Prägungen, d.h. Gefühle und Verhaltensweisen übernommen haben, die uns unsere Göttlichkeit vergessen ließen. Und zweitens haben wir uns abgewöhnt "Kind" zu sein. Ich meine nicht kindisch im gespielten oder übertriebenen Sinne, sondern "echt", d.h. im Sinne von ehrlich. So, wie eben das Kind war, das ich selbst einmal war. Meine persönliche Erfahrung im Umgang mit Kindern zeigt mir immer wieder, dass sie einen viel schnelleren Zugang zu echter Spiritualität haben und Dinge wie Schutzengel, Gott, frühere Leben selbstverständlich nehmen können, weil sie es eben einfach fühlen und noch nicht bewerten. Viele kleine Kinder, mit denen ich gesprochen habe, wussten sowieso schon, dass sie einen Schutzengel haben. Nur dass sie mit ihm selbstverständlich reden können und auch sollen, das war ihnen neu. Da niemand in ihrer Umgebung darüber sprach, haben sie es auch nicht getan und somit gerät die eigene natürliche Verbindung zu Gott und irgendwann auch zu sich selbst eben immer mehr in Vergessenheit.

Meine spirituelle Arbeit sehe ich immer schon als eine Art "Wachrufen", als eine Art "Erinnern" an, an das was jeder selbst schon einmal war: Ein wunderbares Kind Gottes. Das einzige, was ich Menschen bei ihrem Suchen nach Gott oder Spiritualität zeige, ist der Umgang mit der "Trennung". Also der Grund, warum ich es z.B. in einem Moment fühle und im anderen nicht mehr. Und ich versuche zu zeigen, dass wir dabei Wege gehen und Entscheidungen treffen: Von mir weg und wieder zu mir zurück zu gehen.

Die "Theorie", die mir die Engel offenbarten, dass jeder Mensch selbst herausfinden bzw. verstehen wird, wer oder wie Gott wirklich ist, wenn er nur wieder ganz bei sich selbst ist, bestätigt sich auf meinen Seminaren immer wieder. Nicht ich verbinde Menschen mit ihrem Schutzengel, sondern ich zeige ihnen den Weg zu sich selbst, den sie gehen müssen, um die Verbindung wieder zu fühlen, die sowieso da ist. Da wir alle Kinder Gottes sind, werden wir alle genau wissen, wie Gott wirklich ist, wenn wir nur wieder wir selbst sind, d.h. zu uns selbst vordringen. Also sollten wir uns doch viel mehr mit der Trennung beschäftigen, als darüber zu diskutieren wer oder was Gott wirklich ist. Das bedeutet aber, dass ich mich mit meinem Ego und mit meinen unangenehmen Gefühlen, Verhaltensweisen, Charakterzügen beschäftigen muss. Was hält mich davon ab, ein wunderbares Kind Gottes zu sein? Nun, natürlich ist das mein Unterbewusstsein, doch etwas einfacher erklärt ist es die Summe meiner Vergangenheit und all der von mir nicht verarbeiten Gefühle, inklusiver der Weigerung, dieses Kind, das ich einmal war, wieder mehr Leben zu wollen.

Da dieses Kind Gottes auf dieser Erde inkarniert ist und in unserer Vergangenheit verloren ging, müssen wir doch nur dieses Kind wieder finden. Und das bedeutet, meiner eigenen Vergangenheit zu begegnen. Dieses Kind kennt Gott persönlich - Von Angesicht zu Angesicht - Leider ist es nur überhaupt nicht angesehen "Kind" zu sein. Dennoch, die Verantwortung es zu befreien, es zu heilen und es wieder in mein Leben zu integrieren, trage ich allein! Es bedeutet nicht, dass ich keine Hilfe von anderen Menschen oder von Lehren annehmen darf, sondern es bedeutet, dass ich Hilfe brauche, wieder mehr ich selbst zu sein und nicht jemanden, der mir wieder (mit vielleicht spirituellem Anspruch) vorschreibt, wie ich zu sein oder zu denken habe.

Dazu ein Gedicht aus meinem Antikettenbrief, Bezug nehmend auf die Asienkatastrophe letzten Jahres:

Tausende von singenden und jubelnden Chören,

können nicht aufwiegen,

was das kindliche Herz Gott offenbart,

wenn es mit seinen einfachen Worten zu beten beginnt.

Hunderte von Mantren und spirituellen Techniken,

heilige Worte von Massen von Menschen nachgesprochen,

werden niemals bewirken,

was meine ehrliche Hingabe an mein eigenes inneres Gebet vermag.

Millionen von Uniformen können niemals so hell leuchten,

wie die Individualität meines eigenen Herzens.

...und Gnade werde ich durch nichts erreichen,

denn durch meine einfache, ehrliche und persönliche Hingabe an Gott selbst.

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Der Weg ist das Ziel oder warum wir nie aufhören werden zu wachsen...

Ich mache die Erfahrung, dass das, was uns wirklich fehlt, nicht irgendeine Religion oder eine neue, absolute oder allumfassende Lehre ist, sondern eher eine einfache und konstruktive Vergangenheitsbewältigung. Der Umgang mit Schuldgefühlen bzw. mit Emotionen wie Angst, Schmerz und Wut, fehlt in unserer Gesellschaft völlig. Vergangenheitsbewältigung hat meist einen absolut bitteren Beigeschmack. Dennoch ist genau das unser Ziel, denn klar ist, dass wenn ich all die Erinnerungen wieder zulasse, die ich verdrängt habe, eine Menge Emotionen kommen werden. Und es ist klar, dass das dann so schnell nicht aufhören wird! Wie auch? Wenn ich mich von einem Schuldgefühl löse und mich befreie, so beginne ich zu wachsen und mein Herz etwas mehr zu öffnen. Sobald ich mich mehr öffne, bin ich fähig, noch größere Schuldgefühle loszulassen... Habe ich den Umgang mit Schuldgefühlen gelernt, gehört das einfach zu meinem Leben dazu und ich werde in meinem eigenen Rhythmus weiter wachsen. Denn mit jeder Erinnerung erlebe ich nicht nur die Befreiung von Schuld bzw. die Heilung von Angst, Schmerz und Wut, sondern es kehrt Stück für Stück und immer mehr von meiner Kraft zurück. Und das bedeutet, ich wachse immer weiter... Wie lange ich weiter wachsen werde? So lange, bis ich wieder dieses allumfassende und lichtvolle Wesen bin, das ich einst war, als ich auf dieser Erde inkarniert bin.

Für mich persönlich bedeutet das, dass ich sicherlich noch eine sehr lange Zeit weiter wachsen werde, vielleicht sogar noch mehrere Leben lang. Doch das spielt eigentlich keine Rolle, denn Zeit habe ich so viel, wie ich brauche. Natürlich hören manche Menschen einfach auf zu wachsen und erklären sich für "fertig", erlöst oder erleuchtet, was natürlich unsinnig ist, denn sogar Gott wächst mit unseren Erfahrungen weiter, also warum sollte irgendein Mensch sich selbst als erleuchtet erklären und somit festlegen. Auch wenn der Vergleich profan klingen mag, aber können sie sich vorstellen, irgendwann keine Wäsche mehr zu waschen, nur weil es unangenehm oder lästig ist. Nein, ich glaube das einzige was sich wirklich verändern muss und Vieles erleichtern wird, das ist unsere Weigerung, mit all den Dingen umzugehen, die sowieso schon da sind!

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Unendliche Kraft...

Und was für eine wunderbare Kraft muss doch in uns schlummern, wenn wir uns einmal vorstellen, dass wir auf diese Erde gekommen sind, nicht, damit wir uns erlösen und wieder in den Himmel dürfen, sondern vielleicht weil wir ALLE Probleme auf dieser Erde meistern wollen, und weil ein Teil von uns eigentlich genau weis, dass wir letztlich mit allen Problemen fertig werden!

Stellen sie sich nur einmal für einen Moment vor, sie könnten zwischen zwei Kräften wählen:

  • Entweder die Erlösung oder Erleuchtung zu finden und somit die Erlaubnis, gehen zu dürfen, in den Himmel zurück zu dürfen, diese Erde verlassen zu dürfen,
  • oder eben die Kraft, die sie nie wieder aufhören lassen wird, mit egal was für Problemen, umzugehen. Eine Kraft die mich alle Probleme angehen und bewältigen lässt, welche jemals in meinem Leben existiert haben oder existieren werden!

Und diese wunderbare Kraft atmet in jedem Menschen, denn nur wegen dieser Kraft haben wir uns als Seele entschlossen, auf dieser Erde zu inkarnieren!


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