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Über Sekten, Gurus und andere spirituelle Abhängigkeiten...

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Die Abfolge bei der Gründung einer Sekte oder einer religiösen/spirituellen Gemeinschaft = Entstehung von spirituellen Abhängigkeiten:

  1. Trennung von anderen. Das bedeutet, dass der Beginn einer spirituellen Abhängigkeit dadurch entsteht, dass man sich von anderen Menschen unterscheiden muss. Aber nicht, um mich zurückzuziehen und meine eigene Individualität zu erkennen (was zur Folge hätte, dass die Toleranz in mir immer größer werden würde), sondern, um mein mangelndes Selbstbewusstsein durch vordefinierte Identifikationen aufzubessern. - Da ich nichts bin, brauche ich einen Titel! Schon glaube ich etwas Wichtigeres zu sein, wie ohne Titel, wenn ich einfach nur ich selbst bin.
  2. Wir sind besser als die anderen! Der Titel alleine reicht jedoch nicht, denn es muss auch noch die Bewertung her. Eigentlich ist der Titel die Grundlage der Bewertung. Oder einfach gesagt, würden wir uns selbst oder andere nicht bewerten, bräuchte es auch keine Titel. Erst der Titel vermittelt das Gefühle: Ich bin besser als die anderen! Ich gehöre zu den besseren! Wir sind die Guten, die anderen die Schlechten oder die Bösen.
  3. Eigentlich glaube ich das selbst nicht! Da ich die Bewertung eigentlich selbst nicht glaube bzw. ich sie alleine meist nicht aufrechterhalten kann, weil eine Bewertung natürlich immer Lebensfremd ist, brauche ich andere, die mich in meinem Denken, Fühlen, Handeln oder Glauben bestätigen (=Abhängigkeit). Ohne sie wäre ich ja wieder alleine, außer ich verbünde mich eben mit anderen machtvollen Wesenheiten, dich mich auf meinem Irrweg begleiten.
  4. Diese Abhängigkeit versuche ich dann zu verstärken bzw. zu bewahren. Dazu gibt es natürlich unterschiedlichste Methoden, wie durch Mitgliedschaft, Beiträge, regelmäßiges Treffen, alle Arten von Verpflichtungen, Erwartungen, aber auch ganz konkret über Rituale, Einweihungen... (Wenn schon Einweihung, warum nicht den Geist Gottes um Einweihung bitten?) Einige konkrete Beispiele zu Abhängigkeiten sind: Du musst so denken, so fühlen, so handeln, diese Techniken genau anwenden, die Rituale vollziehen, die Anweisungen befolgen, ... (also meist irgendeine direkte oder indirekte Form von Druck ausüben und auf gar keinen Fall zuviel Selbstverantwortung übernehmen und er eigenen Intuition, der eigenen inneren Weisheit oder den eigenen Fähigkeiten vertrauen.)
  5. Diese Gemeinschaft bekommt dann einen Namen... (Firma, Institution) Nun, einen Namen vergibt man eigentlich nur bei einer Geburt. Im Prinzip wurde auch etwas geboren, auch wenn es nichts mit Gott oder mit dem Leben zu tun hat: Ein Wesen ist erschaffen worden, vom Menschen selbst. Natürlich aus Angst, denn hätten wir keine Angst müssten wir uns nicht abzusondern. Deshalb ist es oftmals auch so schwer für die Menschen, die in solchen Abhängigkeiten sich verlaufen haben, wieder auszusteigen. Sie begegnen fast immer diesem Wesen aus ganz viel Angst. Jeder der Mitglieder hatte Angst, z.B. nicht wichtig zu sein, und hat diese Angst diesem Wesen übergeben, wodurch es immer größer wird und wächst. Denn es nährt sich nur von der Energie bzw. der Abhängigkeit der Menschen, d.h. auch nur, wenn sie Angst haben. Es ist die Angst, sich wieder zu befreien und ohne die Institution verloren zu sein, in die Hölle zu kommen oder sonst irgendetwas Unangenehmes zu erleben. Nun ist die Abspaltung von Gott bzw. vom Leben perfekt, denn Offenheit und Neugier für andere Wege, Menschen, Ideen, Konzepte ist natürlich ausgeschlossen, da der Geist des Menschen eingeschlossen ist. Ich gehöre jetzt zwar zu den Guten, hab aber dafür meine Seele oder meinen Geist verkauft...

Tatsache ist jedoch: Wir sind alle Gottes Kinder und Christus lebt in jedem von uns, egal welcher Religion, Sekte, Kultur oder welcher spirituellen Lehre ich angehöre! Jegliche Form von Absonderung (Absonderung kommt von Sünde = Trennung) oder Abtrennung durch die Gründung oder durch die Mitgliedschaft bei einer bestimmten Gemeinschaft bedeutet, dass ich mich vom Leben, also von Gott selbst trenne. ALLE Menschen gehören zum Leben! Wenn ich alleine für mich beschließe, meinen Weg zu Gott zu gehen, braucht es dazu keine Gemeinschaft. Wenn ich von anderen Menschen lernen möchte, braucht es dazu ebenfalls keine Abhängigkeit, weder seelisch, noch geistig, noch materiell. Wenn ich gleichzeitig mit anderen Menschen meinen Weg zu Gott oder zu mir selbst zurückgehe, sind wir automatisch verbunden, weil wir der gleichen Sehnsucht folgen, also in die gleiche Richtung gehen. Die Sehnsucht nach Gott verbindet uns alle Menschen, doch müssen wir dazu keinerlei Gemeinschaft angehören oder irgendwelche Institutionen gründen! Wozu auch, wenn Gott selbst das Leben und auch alle Menschen über die wichtigste Instanz im Leben führen kann: Über das Herz! Und jeder Mensche besitzt eines, also braucht es vielmehr Menschen, die anderen Menschen Mut machen, ihr Herz für die göttliche Führung zu öffnen. Und es braucht wieder Mut, Selbstverantwortung zu übernehmen! Eben, dass ich meinen eigenen Weg zu mir selbst bzw. auch zu Gott finden muss. Wenn ich die Verantwortung für mich selbst trage, bedeutet das, dass ich erkannt habe, dass es in jedem Fall um mich selbst geht. Dann kann ich auch jegliche Hilfe suchen bzw. annehmen, weil klar ist, dass es nicht um neue Abhängigkeiten geht, sondern darum, immer mehr mich selbst zu erkennen oder meinen eigene Verbindung zu Gott zu finden!

In mir lebt Christus genauso wie in Dir Christus lebt, wenn du bereit bist, die Trennung von Gott zu überwinden, also wenn du deine Angst vor Veränderung durch Mut überwindest, wenn du deinen Schmerz durch die Bereitschaft zur Versöhnung heilst und wenn du deine Wut durch Gottvertrauen besiegst. Ja, es ist das Ego das ich überwinden muss, dann wandelt sich meine Unsicherheit durch Selbsterkenntnis in Selbstbewusstsein, mein Hass durch Barmherzigkeit in Selbstliebe und Güte, meine Ohnmacht durch Selbstermächtigung in Selbstvertrauen.

Die Frage die Christus mir und der ganzen Welt stellt ist: "Willst du wirklich deine Selbstverantwortung zurücknehmen und das Kind Gottes werden, das du wirklich bist?"

Auf meinem Lebensweg in dieser Gesellschaft, also auf meinem Weg, mich immer mehr von mir selbst zu entfernen, versuchte ich herauszufinden, wie ich sein soll, wie ich fühlen soll und was ich tun soll, um Anerkennung, Liebe, Harmonie, Frieden oder einfach auch Erfolg und äußeren Reichtum zu bekommen. Letztlich ist es ein Suchen nach Sicherheiten, die jeder in einem anderen Bereich sucht.

Auf diesem Weg machte ich die Bekanntschaft mit verschiedenen Möglichkeiten, mit mir selbst oder mit anderen umzugehen, um meine Ziele zu verwirklichen: Euphorie, Verbitterung und Trotz, oder Lauheit.

Als ich versucht habe, dazwischen einmal aus diesem quälenden Dilemma auszusteigen und wirklich Selbstverantwortung zu übernehmen bzw. mich dem Leben wirklich zu öffnen, machte ich die Bekanntschaft mit vielen unangenehmen Gefühlen: Schuldgefühle, Unsicherheit, Selbsthass, Zweifel, Angst vor meinem Denken, vor meinem Fühlen, vor meinem Handeln, Angst vor Veränderungen, aber auch Schmerz und Wut sind in mir, weshalb ich mich nur schwerlich meinem schlechten Gewissen und den mahnenden Ängsten meiner Vergangenheit widersprechen traute.

Doch da kam Christus in mein Leben, weit ab von Kirche und Religion wandte ich mich an ihn und betete in einem Wust der Verzweiflung zu ihm. Und siehe da:

Ich bin wieder aufgewacht!

Heute schreibe ich diese Zeilen, den Christus hat mich wieder einmal berührt und mich dadurch aufgeweckt. Wieder einmal fühle ich diese wunderbare Kraft in mir, die die Welt nicht lassen will, wie sie ist, sondern sie verändern will! Es gibt noch so viel Leid, soviel Hass, der in den Menschen schlummert und ich fühle, dass es nicht der Sinn und auch nicht Gottes Wille ist, darauf zu warten, dass dieser Hass geweckt wird. Nur weil niemand wagt damit umzugehen, verharren die Menschen in ihrer Ablenkung und Ohnmacht. Nur weil es noch keine Schule gab, in der wir lernten unseren Hass zu lösen, unseren Schmerz zu heilen und uns aus der Ohnmacht zu befreien, ist die Menschheit noch am Schlafen. Auch ich verharre oftmals noch in diesem süßdumpfen und scheinbar bequemen Schlaf des Unterbewusstseins, doch weckt mich dann wieder diese wunderbare Kraft und Christus tritt in mein Leben.

Deshalb möchte ich Mut machen, Mut, das Leben zu verändern, doch nicht so sehr äußerlich, sondern innerlich! Mut, alte Dinge, Vorstellungen und Verhaltensweisen zu hinterfragen und nach neuen zu suchen! Mut, nach dem Sinn zu fragen! Mut den eigenen Gefühlen zu vertrauen, genauso wie es Mut braucht Fehler zu machen, um aus ihnen zu lernen und einer wunderbaren Macht zu vertrauen, die unser Leben lenkt. Auch möchte ich Mut machen, ehrlicher zu werden, aber zuallererst zu sich selbst und zu Gott!

Es ist der Mut diese Kraft zu leben, die da in uns ist, die das Leben eben nicht lassen will, wie es ist! Es ist der Mut, nein zu sagen, auch wenn es vielleicht erst einmal nur innerlich ist. Vielleicht reden wir beide einmal über unser beider Leben und du stellst fest, dass diese Kraft der inneren Revolution auch in Dir schon lange war, du nur den Mut nie fandest, sie zu leben, ihr zu vertrauen... Dann, ja dann möchte ich dir folgendes sagen und vielleicht kommt es ja sogar schon jetzt bei Dir an:

Das war es immer schon und wird es auch immer sein:

Die Kraft des Christus in Dir, die Dreieinige Kraft, das weiße Feuer Deines Charismas!

Nicht neues Denken wird die Welt verändern, sondern neue Menschen! Menschen, die den Mut haben dieses Feuer zu leben.

Für mich habe ich längst erkannt, auch wenn ich genauso wie jeder andere darum ringe: Wir sind nicht hier um uns auszuruhen! Jeder Mensch hat die Berufung, die Welt durch seine eigene Individualität zu verschönern, sie durch die Kraft des eigenen Herzens ein Stück weit zu verzaubern und mit dazu beizutragen, das Paradies auf Erden zu erschaffen! Das bedeutet für mich, ein spirituelles Leben zu führen.

Ich frage mich, wo ist die Kraft, die uns Gott gegeben? Wo ist die Freiheit, die ich mir nur selbst schenken kann? Was ist mit meinem eigenen und freien Willen?

Ich weiß nicht, ob alles im Leben so geschehen wird, wie ich es mir wünsche, weil ich sehr wohl begriffen habe, dass es unsinnig und überheblich ist, zu glauben, ich sei der Schöpfer meines eigenen Lebens, da ich es schon probiert habe, so zu leben. Kontrolle und Manipulation meiner Gedanken machen eben doch noch lange keinen Schöpfer aus mir. Doch sehr wohl habe ich die Möglichkeit und Freiheit zu bestimmen, wie ich mit den Dingen im Leben umgehe. Also was ich aus meinem Leben mache und welchen Kräften ich erlaube, in meinem Leben zu wirken, entscheide ich immer selbst, bewusst oder unbewusst! Und ganz sicher ist eines: Nicht zu entscheiden ist auch eine Entscheidung, die Entscheidung anderen in meinem Leben die Macht zu geben, über mich zu bestimmen! Und daraus geschieht sicher keine Veränderung, nur Unterdrückung und Abhängigkeit. Wer soll für mich entscheiden, wenn ich es nicht tu? Ist es unsere Bestimmung, fremdbestimmt ein Leben lang nur gehorsam unsere Pflichten zu erfüllen? Jeder Mensch hat die Freiheit zu entscheiden, auch wenn es nur ganz tief in mir drin ist! Jeder Mensch hat die Freiheit zu Wollen und die Verantwortung dafür, ob oder wie er diese Freiheit nutzt. Meine Erfahrung hat mich gelehrt: Die Verantwortung für mich selbst, also auch dafür, wie ich mit meinem Leben umgehe, gehört immer zu mir, im Leben wie im Tod, wie auch in der jenseitigen Welt. Egal, ob ich die Verantwortung trage bzw. nehme oder nicht, irgendwann muss ich sie nehmen...

Außerdem habe ich festgestellt, dass das wirkliche Leben erst dann beginnt, wenn ich mit den Dingen umgehe, weil ich erst dann begreife, dass ich ein aktiver Teil des Lebens bin.

Anhand eines Beispieles möchte ich zeigen, warum Christus "persönlich" so wichtig ist, denn es haben natürlich auch alle anderen Menschen Recht, die sich an Gott "persönlich" oder auch an die Engel wenden. Ich selbst lebe, bete und arbeite sehr viel mit den Engeln und meine persönliche Beziehung zu Gott steht außer Frage, sie ist wohl das wichtigste in meinem Leben geworden. Dennoch, ohne Christus gäbe es diese Beziehung nicht. Nun, zuerst einmal zu dem Beispiel:

Unsicherheit - Was mache ich, wenn ich unsicher bin??? Ich gehe einmal davon aus, dass ich gerade nicht weis, was Unsicherheit ist, ich meine, dass ich keinerlei Umgang damit kenne, also genau so, wie ich mich selbst vor ca. 15 Jahren fast immer gefühlt habe. Nun, um in meiner Unsicherheit Hilfe zu bekommen kann ich natürlich zu den Engeln oder auch zu Gott beten, doch tut das natürlich meistens keiner, weil gerade die Unsicherheit mich davon abhält solch wunderbare Kräfte zu mir zu rufen. Selbst wenn ich ein Gebet zu Gott sprechen würde, wäre es doch wohl so schwach, dass es kaum "hörbar" wäre und Engel kennen keine Unsicherheit, natürlich kennt auch Gott keine Unsicherheit, auch wenn diese Unsicherheit in Gott existiert, so hat oder wird er sich niemals damit identifizieren (wäre ja auch schlimm...). Nein, ich brauche jemand, der die Unsicherheit und den Weg heraus aus ihr kennt, der sie überwunden hat! Nun ich glaube es gibt wohl kaum jemand der die Unsicherheit in der Vorrauschau auf seinen eigenen Leidensweg mehr gefühlt hat, als Christus. Ja, er kennt die Unsicherheit und er hat es aus eigenem und freien Willen geschafft, sie zu überwinden, sich nicht in ihr zu verlieren oder mit ihr so sehr zu identifizieren, dass er vergaß, wer er selbst wirklich ist! Er hat es geschafft, Gott in sich selbst wieder zu finden, obwohl soviel Angst um ihn herum war und die Menschen mit jeglicher Gewalt versuchten, ihm diese Angst aufzubürden. Doch er hat sie nicht genommen, sondern auf Gott vertraut, auf seinen Ursprung vertraut, also letztlich auch auf sein wahres Wesen vertraut und das sogar über den Tod hinaus.

Nun, da wir oftmals aus diesen unangenehmen Gefühlen und Problemen herausmüssen, brauchen wir eben jemanden, der uns eine Brücke zur Verfügung stellt, die er selbst bereits gebaut hat: Das ist Christus.

Und außerdem braucht es ganz sicher keinerlei religiöser Definitionen oder Erklärungen um sein Mysterium zu begreifen, sondern nur den Mut, ihm persönlich zu begegnen: Im Gespräch, im Gebet oder in einer Meditation. Auch ich möchte über diese Texte einfach Mut machen, sich aus all den Abhängigkeiten, egal ob religiöser oder spiritueller Art, zu befreien und ihm persönlich zu begegnen, um eben selbst herauszufinden, was dieses wunderbare Mysterium verbirgt.


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