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Eine Einladung in das größte Abenteuer der Menschheit:

Das mystische Leben!


Über den Unterschied zwischen Magie und Mystik


Magie

Wer sich spirituell oder esoterisch noch nicht wirklich viel mit der Thematik befasst hat, für den ist die Magie wohl etwas wie Zauberei oder Hexerei. Natürlich gibt es vielerlei amüsante Zauberer und vielleicht auch manch lustige Hexen, doch ist Zauberei nur ein kleiner Nebeneffekt der Magie nicht aber der eigentliche Hintergrund.

Magie im spirituellen Sinne hat mit "Beeinflussung über den Geist" zu tun. Es ist im Grunde die Manipulation - von mir selbst, von meinem Leben und natürlich leider auch sehr oft die Manipulation von anderen Menschen oder sogar von Materie, was aber der schwierigste Bereich der Magie ist. Zu Grunde liegt der spirituellen Magie der Trieb des Menschen, die Dinge/das Leben selbst beherrschen und nach eigenem Willen formen zu wollen. Von je her fasziniert dies den Menschen, wenn auch meist nur im geheimen, dennoch mehr als alles andere.

Haben sie schon einmal versucht Lotto zu spielen? Oder haben sie sich schon mal die Zukunft vorhersagen lassen? Selbst das Spekulieren mit Aktien ist nichts anderes als Magie...

Natürlich mag das so mancher als harmlos abtun, weil dabei scheinbar ja niemand zu Schaden kommt - wohl gemerkt scheinbar! Dennoch ist es Magie: Ich versuche mit dem Geist, Menschen oder Materie zu beeinflussen, doch warum?

Wenn ich Lotto spiele und gewinne, bekomme ich viel Geld und glaube es wäre "Glück". Hellsichtig gesehen hat das jedoch nichts mit Glück zu tun und schon gar nicht mit Gott, mit Schicksal oder Fügung. Dabei wirken so viele Wesen mit, dass so mancher einen Schrecken bekommen würde, könnte er sie sehen. Fakt ist, dass wenn ich etwas bekomme, weil ich mit meinem Geist und mit meinem Willen versuche die Materie zu beeinflussen (woher kommen ja auch sonst die Lottozahlen oder die Aktieneinschätzungen, wenn nicht aus meinem Geist), dann fehlt es jemand anderem...

Ob das Gottes Wille ist?


Magie: Erlernte bzw. angeeignete geistige Fähigkeiten, oder auch einfach nur Gedanken, Gefühle, über die ich Schicksale, Menschen oder auch materielle Dinge manipulieren will. (- Gottes Wille spielt hierbei keine Rolle!!!)


Magie hat mit Eigenwillen zu tun, mit dem Ego und es geht dabei tatsächlich immer um Täuschung: Gott vortäuschen, die Kontrolle und Macht über das Leben vortäuschen, Glück vortäuschen...

Ja, es geht darum, sich selbst oder anderen vorzutäuschen, dass ich das Leben in der Hand habe, in meiner Hand habe: Ich habe mein Leben gemeistert! Ich habe es geschafft! Ich habe die Wahrheit gefunden! Ich bin das Genie! Ich bin erfolgreich! Ich habe es geschafft, anerkannt, geliebt oder begehrt zu werden! ...

Dahinter steckt letztlich eine große Weigerung (also das Ego), das Leben als Weg zu betrachten, sich selbst auf liebevolle Weise entwickeln zu lassen, sich selbst zu erlauben zu wachsen, Fehler zu erlauben, Schwächen zu erlauben... - denn warum sollten wir auch aufhören zu wachsen?

- Der einzige Grund, warum ich nicht weiter wachsen will, mich also als "fertig" (reich, schön, sorglos, berühmt, erfolgreich...) erklären will, ist der, dass ich unangenehme Gefühle loswerden und nicht verwandeln will! Fühle ich mich arm, will ich reich werden. Fühle ich mich allein, will ich einen Partner. Fehlt mir etwas, will ich es haben... Immer auf der Suche nach dem, was ich nicht habe, weil ich das, wie es mir gerade geht, also meine momentanen Gefühle nicht nehmen will, sondern sie möglichst loswerden. Wenn ich all diese Gefühle jedoch nur loswerden will, sie nicht annehmen und verwandeln will, dann besteht der Sinn meines Lebens nur noch darin, alles Unangenehme zu vermeiden.

Diese Vermeidungsstrategie bringt uns dann dazu, Alternativen zum Leben suchen:

Die Welt der Magie

- Ich rede mir ein, was nicht ist! Ich trainiere Techniken oder Fähigkeiten, damit ich endlich das Gefühl habe, etwas zu können! Ich denke positiv, damit ich meine negativen Gedanken nicht mehr bearbeiten muss! Oder ich denke negativ, damit mich nichts mehr enttäuschen kann, ich der Enttäuschung also in jedem Fall zuvor komme!

Ich versuche ständig, mein Leben, meinen Körper, meine Seele oder meinen Geist zu bezwingen, z.B. durch Disziplin (jede Woche Lotto spielen), damit mein Leben endlich so funktioniert, wie ich das will oder damit ich endlich bekomme, was ich brauche! Und das nur, damit ich ja nicht das Gefühl habe, ausgeliefert oder auf Hilfe angewiesen zu sein.

Mit allen Mitteln wird versucht, unangenehme Gefühle wie Armut, Unsicherheit, Minderwertigkeit, Unfähigkeit, Kritik, Stress, Sorgen... zu vermeiden, wobei ich lerne mich gegen Schmerz, Angst und Wut abzuhärten. Dies macht mich natürlich auch immer materialistischer in meinem Leben, da ich Angenehmes nur noch von Außen konsumiere bzw. über den äußeren Erfolg definiere.

Magie bedeutet, ich mache oder erreiche es selbst, d.h. ich will selbst das Leben unter Kontrolle haben, selbst alles Beherrschen, was ich brauche, um mich oder mein Leben so zu gestalten, wie ich es eben haben will. Erachte ich etwas als falsch, versuche ich es mit aller Kraft aus meinem Leben zu bannen (soweit ich eben die geistige Kraft dazu habe). Dazu ist mir dann auch jedes (Hilfs)Mittel recht, nach dem Motto: Der Zweck heiligt die Mittel. Das bedeutet letztlich aber, dass ich, um z.B. gesund zu werden, meine Krankheit auch einem anderen gebe, egal ob das ein Mensch, ein Stein, eine Pflanze oder ein anderes Lebewesen ist.

Es bedeutet auch, dass ich nicht nach Gottes Willen frage, sondern nur versuche mir das zu nehmen, was ich eben haben will. Wenn ich jedoch mir etwas nehme, was mir nicht von Gott geschenkt wurde, dann beklaue ich immer jemand anderen, der dadurch dann natürlich weniger hat. Und dieser heimliche Diebstahl bleibt natürlich immer gut versteckt unter meiner Unbewusstheit...

Ereilt mich also das "scheinbare" Glück und ich habe Dank meiner geistigen "Inspiration" die richtigen Zahlen im Lotto getippt, bekomme ich also das Geld eines anderen. So sehr wie ich reich werde, wird irgendwo auf dieser Welt ein anderer dann ärmer. Glück für mich? Pech für den anderen? Nein, ganz sicher nicht, dahinter steckt schon sehr viel Manipulation.

Gedanklich funktioniert das natürlich ebenso: Dränge ich z.B. negative Gedanken mit viel Kraft von mir weg, so dass sie (scheinbar) wirklich verschwinden, landen sie bei jemand anderem, der im Wegschieben vielleicht nicht so gut ist. Stellt man sich diese negativen Gedanken als Wesenheiten vor, die vielleicht bei einem noch sehr unbewussten Menschen ankommen, kann man vielleicht erahnen, was solche Wesen alles anrichten können. Da die negativen Wesen nicht von dem unbewussten Menschen erschaffen, sondern nur von ihm angezogen wurden, kann er sie weder auflösen noch verwandeln, sie werden ihn einfach nur plagen! - Diesen Zustand kennen wir als VERZWEIFLUNG! Tatsächlich ist es so, dass ich in der Verzweiflung ganz viele negative Energien anderer Menschen aufgenommen habe und diese plötzlich alle zugleich mir mein Selbstvertrauen rauben wollen, was sie leider auch oft erreichen und ich mich dann in einem Gefühl der Ohnmacht wieder finde...


Mystik

Mystisch wird sehr oft etwas angesehen, wenn es unbekannt oder unheimlich wirkt. Tatsächlich ist die Mystik nicht wirklich etwas Unheimliches, aber das Unbekannte ist in ihr wirklich immer gegenwärtig. Mystik hat viel mit einer, für Materialisten, für (scheinbare) Realisten und Theoretiker oder auch für viele Wissenschaftler, absolut unverständlichen - weil spirituellen - Lebensweise zu tun. Glaube ist nichts für solche Leute, sie wollen Wissen. Dennoch ist Wissen und Wahrheit sehr weit voneinander entfernt, da ihr Mangel an Mut, Intuition und Herzöffnung die Angst in ihnen so groß werden ließ, dass sie blind wurden - vor allem für sich selbst...

Wissen ist nichts anderes als eine Ansammlung von Informationen, welche irgendjemand erstellt hat, doch wozu? - Letztlich, um zu kontrollieren, um die Angst zu vermeiden, die hinter Kontrolle und Wissen steckt, die Angst mich auf etwas Unbekanntes, nicht Kontrollierbares einlassen zu müssen. Diese Angst vor dem Unbekannten haben alle Theoretiker in extrem großem Maße - nicht unbedingt fühlbar, sondern gut verdrängt und kompensiert, eben mit sehr viel Wissen. Nachdem sie nun ihren Verstand gut gefüttert und mit reichlichen Daten gefüllt haben, ist auch schon kein Platz mehr für das Mystische im Leben. Alles ist plötzlich real und berechenbar, bis... ja, bis das Schicksal eben seinen Lauf nimmt und ihnen wieder zeigt, dass doch nichts wirklich berechenbar ist, schon gar nicht das Leben! Es ist Theorie, doch die Praxis sieht anders aus. Und ohne die Praxis ist alles Wissen eigentlich auch nur Ablenkung, die Ablenkung vor der eigenen Angst - nur Angst vor was?

Nun, jetzt landen wir genau wieder in der Mystik, wir landen in dem Mysterium, dass da Leben heißt, dass da Gott genannt wird, doch was ist das genau? - Und genau diese Antwort gefällt den allerwenigsten Menschen: Es ist nichts berechenbares, obwohl es dennoch logisch und einfach ist. Wer einmal in dieses Mysterium eingetaucht ist, wer sich einmal mit dem ganzen Herzen hat fallen lassen, nicht mehr festhaltend an Wissen oder Materie, wer einmal den Mut hatte, sich im Leben auf dieses Unbekannte einzulassen, will eigentlich nicht mehr heraus, nicht mehr weg davon. Es gibt wohl kaum ein schöneres Gefühl, als sich ins bodenlose NICHTS hineinfallen zu lassen und in der Fülle zu erwachen...

Definitiv haben dies schon einige Menschen einmal in ihrem Leben erlebt. Die jedoch für "Nichterdenbewohner" etwas schwer verstehbare Eigenart des Menschen, alle Erfahrungen sofort mit dem Verstand zu analysieren, um sich ja nicht mit der Angst konfrontieren zu müssen, dass dieser Zustand vielleicht nun nicht auf ewig anhält, ist eines der Hauptprobleme, warum so Vieles über die Mystik geschrieben und gelesen - aber dennoch nicht verstanden und vor allem auch nicht gelebt wird. Warum auch über etwas lesen, was doch jeder selbst ausprobieren muss. Andererseits probiert dann wieder kaum jemand etwas aus, was gelesen wird - wieder nur konsumieren und eigentlich von der eigenen Angst ablenken, der Angst vor Veränderung, der Angst vor dem Unbekannten, dem Mysterium. Erst noch etwas darüber lesen, dann weis ich ja vielleicht genug darüber und trau mich dann irgendwann einmal mich darauf einzulassen... Doch leider habe ich dann schon verloren, denn kaum weis etwas scheinbar schon "so genau", schon öffne ich mich nicht mehr und lasse mich auf nichts mehr wirklich ein.

Schwer verstehbar ist diese Eigenart des Menschen, vor allem deshalb, weil er schließlich genau von diesem Mysterium erschaffen wurde, er sozusagen ein Teil davon ist, er sich aber dennoch so verhält, als wäre das Mysterium sein Feind, ja, sein größter Feind, der das Leben nur zerstört und Unglück bringt. - Dennoch, wir wurden nicht nur vom Mysterium erschaffen, gezeugt und geboren, sondern wir waren auch am Anfang unseres Lebens noch in einer sehr innigen Verbindung damit: Offen, neugierig, voller Lebenswillen, voller Bereitschaft diesem neuen Leben hier und jetzt zu begegnen, alles zu erforschen, lernen und begreifen zu wollen, aber auch voller Hingabe, Zärtlichkeit, Vertrauen und voller Liebe zu allem was lebt... Erst im Laufe der Zeit haben uns Prägungen und der mangelnde Umgang mit unangenehmen Gefühlen und tiefen Erfahrungen hart werden lassen, so sehr, dass wir den Ursprung, der uns dennoch in jedem Augenblick noch immer alle nährt, komplett vergessen lassen. Und unser Verhalten hat sich an die Realisten um uns herum angepasst - als würden wir mit unserem Körper ewig Leben! Mit der geistigen Welt, also mit der jenseitigen Welt, mein Geist und Gefühlen und auch mit dem Mysterium setzen wir uns auf gar keinen Fall auseinander, als wenn wir in die Ebene woher wir kommen nie wieder zurückkehren würden. Dennoch werden wir dorthin in jedem Fall zurückkehren! Und das was wir hier auf Erden am Wichtigsten ansehen, werden wir alles hier lassen! Das was wir als unwichtig ansehen (uns selbst, unsere Beziehung zu Gott, unsere Gedanken, unsere Gefühle und Empfindungen...), werden wir alles mitnehmen.

Kein Wunder, dass geistige Wesen den Kontakt zum Menschen nicht so einfach suchen, nachdem wir sie ja sowieso nur in Frage stellen, selbst wenn wir sie leibhaftig sehen würden...

Mystik ist dennoch unser Zuhause und das Unbekannte unsere Zukunft!

Je mehr wir das begreifen, umso mehr begreifen wir, dass es nur eine Instanz im Leben gibt, die Wahrheit finden kann: Das HERZ! Ja, das Herz ist wirklich die einzige Instanz, die uns, mir, dir und auch jedem Menschen die Wahrheit offenbaren kann. Im Herzen kann ich lernen Gott zu schauen, jedoch nur mit Kinderaugen... Das bedeutet, dass ich wieder Kind werden muss, wieder all diese wunderbaren Fähigkeiten erlauben muss, die ich als Kind noch hatte: Neugier, Vertrauen, Hingabe, Herzöffnung, Zulassen von Gefühlen, Forscherdrang, Demut, Toleranz, Selbstliebe und eine große Liebe zu Gott und zum Leben. Temperamentvoll und dennoch sehr tief empfindend. Unendlich sanft und dennoch wild wie ein Gebirgsbach - unkontrolliert und frei!

Ja, das ist Mystik! - Das Leben leben, ohne zu vermeiden, ohne auszuweichen. Und hätte diese Kraft nicht jeder von uns in sich, wären wir niemals hier!

Deshalb ist die Mystik das Eintauchen in sich selbst, um sich selbst und Gott gleichermaßen zu finden, gleichermaßen zu offenbaren. Gott existiert wirklich und der Engel, der ich selbst einmal war auch! Dennoch muss ich all dies erst suchen, bevor ich es finden werde! Natürlich werde ich Gott erst dann begreifen, wenn ich mich selbst ganz und gar erkannt habe und ich bin der Überzeugung, dass beides nebeneinander einhergehen muss, da er uns erschaffen hat, nach seinem Ebenbild. - Ich weis nicht wie lange das dauern wird, dass ich mein ganzes Wesen erkannt habe, aber das spielt auch keine Rolle, denn ich habe alle Zeit der Welt - dennoch, auch wenn ich gerade nicht ganz tief bei und in mir bin, noch nicht ganz angekommen bin, so bin ich dennoch nicht getrennt von Gott oder von meinem Höheren Selbst, denn in der Sehnsucht meines Herzens kann ich die Verbindung auch heute, jetzt schon fühlen. Natürlich bleibt Gott dabei jenseits meiner Vorstellung - unbekannt, im Dunklen bleibend und auch mysteriös - und dennoch auch ganz nah, wenn ich das will! Öffnen muss ich ihm dazu nur mein Herz, muss mich selbst dem unbekannten stellen, mit ihm kommunizieren lernen, vom ich zum DU, persönlich, kindlich, wie auch immer es mir gelingen mag.

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Wie viele Menschen gibt es eigentlich? Ich glaube momentan ungefähr 6 Milliarden! Wie viele sind davon gleich? - Keine? Welchen Sinn soll es dann haben, die Wege zu Gott zu pauschalisieren? Oder welchen Sinn soll es machen, das wahre Wesen des Menschen einheitlich zu definieren? Wenn alle Menschen verschieden sind, warum sollte Gott uns dann eine einheitliche Religion schicken? Um uns auf die Probe zu stellen? - Nein, ganz sicher nicht. Wir sind alle verschieden, und jeder muss seinen eigenen ganz persönlichen Weg zu Gott gehen! Und das bedeutet, jeder muss in die Selbstverantwortung gehen.

Außer, dass für jeden der Weg nach innen gehen wird und nicht nach außen und dass jeder Mensch auf seine eigene Weise in seine Selbstverantwortung finden muss, kann man über den Weg des Menschen zu Gott nicht sagen. Seine Individualität ist zugleich sein Schlüssel. - Jemanden jedoch auf diesem Weg zu helfen und ihn dabei zu unterstützen, das ist sehr wohl möglich und dabei gibt es vieles noch zu lernen.

Das was wir sogar sehr konkret studieren können, sind die vielen Wege, wie wir uns von Gott entfernen. Da diese Wege vom Ego bestritten werden, sind sie wirklich berechenbar, definierbar und somit sogar mit dem Verstand (wenn nicht zu viel Widerstand dagegen vorhanden ist) begreifbar:

Die Wege, die der Mensch von sich selbst weg geht bzw. wie er sich von seiner Verbindung zu Gott entfernt sind tatsächlich kalkulierbar. Ebenso welche Erfahrungen dazu führen und welche Ursachen dahinter stecken. D.h., wie der Mensch sich ablenkt, wie er kompensiert, wir er verdrängt, vergisst oder auch viele Probleme wegschiebt, das lässt sich wirklich studieren und lernen. Ich meine nicht im negativen Sinne, so wie wir es in unserem Leben eben unbewusst gelernt haben, sondern auch so, dass ich lerne mich selbst ein Stück weit mehr zu begreifen, mir diese Wege bewusst mache. Nur ein ganz kleines Beispiel dazu: Stellen sie sich vor, sie haben sehr viel Stress! Was tun sie, um diesen Stress bestmöglich zu überstehen? Warum tu ich das? Welche Alternativen gäbe es sonst noch? - Diese Antworten sind sehr wohl begreifbar! Und es folgen noch so viel mehr Fragen: Wie lenke ich mich ganz persönlich ab? Wie könnte ich noch damit umgehen? Wie kann ich lernen mir selbst dabei zu helfen, mich eben nicht mehr abzulenken, die Ablenkung vielleicht sogar zu überwinden - ja, all das lässt sich wirklich lernen, nicht auf einmal, aber Stück für Stück.

Die Möglichkeit all diese Zusammenhänge zu studieren, gebe ich z.B. auf der Lebensschule (wie auch auf dieser Ausbildung), einer dreiteiligen Seminarreihe, welche ich nur deshalb ins Leben gerufen habe, weil ich die Wege der Seele studiert habe. Und ich habe begriffen, dass es viele mögliche und studierbare Wege von mir weg, aber auch zu mir zurück gibt.

Habe ich mich verlaufen, muss ich den Irrweg, also den Weg, wie ich mich verlaufe, jedoch erst einmal studieren, dann kann ich ihn auch wieder zurück gehen. Was ich dort finden werde - was du dort finden wirst, das bleibt das Geheimnis, das Mysterium, wie bei einer Schatzsuche, doch ist dieser Schatz dein wahres Wesen... Die Reise dorthin bezeichne ich als Abenteuer und da das, was wir dort finden werden nicht nur unser ganzes Leben verändern wird, sondern vor allem auch genau das ist, was ich ein Leben lang schon suche, bezeichne ich dieses Abenteuer als das größte Abenteuer, das der Menschheit noch bevorsteht.

Das größte Abenteuer der Menschheit:

Die Suche nach sich selbst, die Suche nach Gott,

die Suche nach dem Sinn des Lebens!

Ein einfache Übung, um den Weg, weg von dir ein Stück weit zu begreifen:

  • Wenn du dich unsicher fühlst, versuch doch einfach mal etwas zu lesen. Schau doch mal ob es denn funktioniert und die Unsicherheit verschwindet. Oder versuch einfach einmal selbst zu schauen, wie du dich von deiner Unsicherheit ablenkst oder wie du sie kompensierst.
  • Wie lange musst du lesen, damit die Unsicherheit verschwindet? Was musst du tun, damit sie verschwindet?
  • Wo ist sie dann hin? Wo ist die Unsicherheit hingegangen? Ist sie nun wirklich für immer verschwunden? - Nein, sie ist nicht für immer weg oder gar aufgelöst, nur weggeschoben!
  • Ja genau, das ist Ablenkung, und wenn du sie begreifst, lernst du dich vielleicht ein wenig mehr dich mit der Unsicherheit zu versöhnen oder gar die Hintergründe zu verstehen. Was würde passieren, wenn du dich nicht ablenkst, sondern die Unsicherheit erlaubst? Wie geht es dir dann? Wie alt fühlst du dich gerade?... unendlich viele Fragen, unendlich viele Möglichkeiten, immer tiefer zu gehen. Und ab hier gibt es keine Grenzen, keine Grenze des Verstehens, da sich darunter ein Mysterium befindet, was du einfach nur erforschen musst, genau wie ich - und letztlich, irgendwann, wirst du dich selbst darunter finden: strahlend schön und wunderbar!

Und dann - habe ich die Grundlagen meiner eigenen Destruktivität und Fallen erst einmal verstanden und losgelassen - gibt es so viele Möglichkeiten, mir zu helfen, mich auf meinem Weg zu unterstützen.


Mystik: Ist die spirituelle Suche, bei der durch innerliche Versenkung und Herzöffnung schon im jetzigen Dasein die Vereinigung mit dem Göttlichen gesucht wird und die Hingabe an das Göttliche im Vordergrund des gesamten Lebens steht, um hier auf Erden im Bewusstsein, in der Liebe und in der eigenen (göttlichen) Macht stetig weiter zu wachsen.


Der Magier "macht also selbst" und der Mystiker "lässt geschehen". Gottes Wille ist für den Mystiker das einzige, was zählt oder sagen wir es so, es ist das Wichtigste. Es ist nicht so, dass es für einen Mystiker keine Selbstverantwortung gibt, im Gegenteil, wenn ich Gottes Wille geschehen lasse, dann werde ich feststellen, dass er sehr wohl WILL, dass ich Verantwortung für mich und für mein Leben übernehme. Es ist eher wie eine ständige Einladung an das Leben, mir zu offenbaren, was denn sein Wille ist.

Und was glauben sie denn, was Gottes Wille ist? - Da wir seine Kinder sind, will er natürlich, dass wir erblühen, unser Herz öffnen und empfangen, was Gott uns schenken möchte: Liebe, Fülle...

Wie soll jedoch etwas Wunderbares in mein Herz, wenn es erfüllt ist, von Hass, Zorn, Verbitterung und von alten nie verarbeiteten Erinnerungen. Ist es da nicht logisch, dass all das Alte erst einmal heraus muss? Wie - auch das ist lernbar! Es ist ein Weg, ein langer Weg, so lang, wie ich ihn weggegangen bin von mir und auch von Gott, aber es ist ein Weg! D.h. egal wie lange ich ihn gehe, das Gehen kann jeder lernen, und jeder der stetig weitergeht, wird auch irgendwann ankommen bzw. immer wieder ankommen oder auch immer mehr....

Hingabe an das Göttliche, Demut, Toleranz und Barmherzigkeit mit sich selbst, sind natürlich Eigenschaften, die nicht unbedingt verbreitet sind. Dennoch sind sie erlernbar, denn es sind schließlich die Eigenschaften, die uns als Kind noch selbstverständlich zu Eigen waren bzw. die uns überhaupt haben hier her auf diese Erde kommen lassen.

Als Mystiker erkenne ich sehr schnell, dass wir Menschen Fehler machen und natürlich nicht "perfekt" sind. Das Wenigste von dem was wirklich real ist, sehen wir. Ja, wir sehen immer nur, was wir sehen wollen, alles anderer leugnen wir mit voller Überzeugung.

- Und wenn WIRKLICH einmal Heilung geschieht in meinem Leben, mich ein Glück ereilt, das ich niemals erhofft hatte, so ist das ganz sicher nicht aufgrund meiner Überzeugung, wegen der Hilfe der Ärzte oder weil ich vielleicht auf irgendeiner Ebene "gut genug" war und es mir vielleicht verdient habe, - Nein, es ist immer Gnade, die uns hilft, denn ist Gnade, dass wir leben und es ist Gnade, die das Leben erhält.

Und diese Gnade können wir auch fühlen, wenn wir nur das Herz dem Mysterium öffnen. Mit dem Herzen beginnen wir dann erst Vieles zu begreifen, was dem Verstand für immer verschlossen blieb, können endlich dem Mysterium begegnen und lernen auch uns ihm hinzugeben.

Wahre Freude entsteht nämlich nicht, weil ich es erreicht habe, dass ich in etwas gut genug oder schön genug bin und dafür viel Anerkennung, Geld, Ansehen oder Erfolg bekomme, sondern wahre Freude fühle ich nur in den Momenten, wo ich im Innersten meines Herzens begreife, dass ich vom Leben selbst, also vom Schöpfer des Lebens geliebt werde.

Heliamus Oktober 2007


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