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Geld, Reichtum, Armut und Angst

Wenn Geld nur dazu dient, sich von der Angst freizukaufen, der Angst, sich "ohne Geld" wertlos und arm zu fühlen, dann finde ich es sogar gefährlich, viel Geld erwerben zu wollen, weil dann der Zugang verloren geht, der Zugang zu meinem wahren und inneren Reichtum...

...und der Zugang ist Angst,

die Begegnung mit der Angst,

es ist das Hindurchgehen durch die Angst,

also der Mut, der Angst in mir zu begegnen,

dass ich im Grunde nichts Wertvolles bin

nichts Wertvolles in mir habe,

nichts Wertvolles leiste!!!

Die Angst arm zu sein, "kein Geld zu haben und sich dadurch arm fühlen zu müssen" oder nichts wert zu sein, ist eine sehr wichtige Angst, weil sie zu sehr großen Teilen meinen Umgang mit äußeren Werten in meinem Leben bestimmt.

Natürlich kann ich diese Angst verwandeln, wenn ich durch sie hindurchgehe, ihr begegne und natürlich sie auch wieder loslasse, - aber nicht indem ich vor ihr davonlaufe oder sie ignoriere. Umso größer wird dann nur meine Abhängigkeit von äußeren Werten. Der Versuch vor dieser Angst davonzulaufen brachte mir in meinem Leben nur sehr viel Enttäuschungen und Ernüchterungen. Selbst als ich für kurze Zeit viel Geld verdiente, meine innere Armut wurde dadurch nur immer größer. - Eigentlich auch logisch, da ich ja mir ja dadurch nur wieder selbst bestätigte, wirklich reich darf ich mich nur fühlen, wenn da äußerlich auch viel Reichtum ist. - Und dieser "äußere" Reichtum ist doch so unecht. Wie wenig stimmte er in meinem Leben doch mit meinem inneren Empfinden überein, wie wenig war er ein Spiegel meiner eigenen Innenwelt, sondern eben nur ein Ablenkungs-, Kompensations- und Beruhigungsmittel. Große Enttäuschungen und Ernüchterungen folgten in meinem Leben, als dieser Reichtum wieder verschwand. Wie deutlich waren doch wieder all die alten Fratzen der Angst wieder da und peinigten mich auf die gleiche Weise wie eh und je. Und wir froh und dankbar bin ich doch heute, dass mir all dies damals schon passiert ist und nicht erst am Ende meines Lebens...

Wie froh bin ich, dass das Leben mir geholfen hat, meinen wahren Reichtum zu suchen! Eines ist mir dadurch in jedem Fall klar geworden: Wenn Geld nur dazu dient, die Angst vor Armut nicht mehr zu fühlen, dann töte ich dadurch den Zugang zu meiner Seele, den Zugang zu dem, was mir das Leben erst wirklich lebenswert machen würde...

Die Angst ist wie ein Tor, durch die ich nur nie gelernt hatte hindurchzugehen. Wenn ich diese Angst vielleicht schon gar nicht mehr fühle, weil ich entweder ein Leben lang schon von ihr davongelaufen bin oder weil ich einfach ehrgeizig genug dafür gesorgt habe, viel Geld zu verdienen und nun scheinbar genug davon habe,

dann habe ich mich so sehr von meiner inneren Armut abgelenkt oder mich genügend beruhig, dass ich dann wirklich arm bin! Denn nun habe ich keine Ahnung mehr was wahren Reichtum wirklich ausmacht. Den Zugang zu meiner Seele habe ich mir selbst versperrt und erahne nicht einmal mehr die Angst, die mir den Zugang noch ermöglichen würde. Wenn diese Ablenkung so groß geworden ist, dass ich nicht einmal mehr die Sehnsucht nach meinem wahren Reichtum fühle, dann bin ich wirklich arm geworden.

Wenn ich lerne, der Angst vor Minderwertigkeit zu begegnen, lerne, durch die Angst hindurchzugehen, wenn ich lerne zu fühlen, ob ich wirklich arm bin, also wenn ich wieder lernen würden, tiefer zu gehen, durch die Angst und durch die Minderwertigkeit hindurch, dann würde ich etwas viel, viel Schöneres finden, als alles Geld und alle Reichtümer dieser Welt: Den Reichtum meiner eigenen Seele. Also genau das, was mich erst wirklich reich fühlen lässt, wodurch ich alle Reichtümer dieser Welt erst wirklich genießen lerne, vollkommen egal wie klein oder wie groß sie erscheinen mögen.

Äußerer Reichtum ist etwas Wunderbares, wenn ich ihn auch in mir fühlen kann. Wenn ich ihn nur benutze um meine Angst zu kompensieren, dann ist er doch wohl eher ein Fluch, weil wohl kaum ein Reicher sein ganzes Geld wieder hergeben würde, nur um seine Angst oder Minderwertigkeit wieder zu fühlen. Ist er doch heilfroh, sie losgeworden zu sein. Schließlich hat er soviel Zeit, Arbeit und Kraft hineingesteckt, damit er endlich diese Sorgen losgeworden ist... Gibt er dann wieder alles auf, nur um zu erkennen, dass wahrer Reichtum nur von innen kommt?

Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr... vielleicht war ja das mit diesem biblischen Spruch vor Christus gemeint. Aber Wunder geschehen und der Mensch verändert sich! Was damals galt, gilt heute vielleicht nicht mehr und vielleicht gibt es ja doch immer mehr Menschen, die zu einer Umkrempelung der innern und äußeren Werte bereit sind. Ich selbst habe da großer Veränderungen erlebt und einiges durchgemacht. Deswegen: Wenn ich diese wunderbare Veränderung immer wieder neu durchlebe, was natürlich immer noch geschieht, dann kann dies auch jeder andere erleben.

Geld ist letztlich nur Papier, bedrucktes Papier, Papier, dem wir einen Wert zuordnen. Es ist ein Tauschmittel. Dass Geld Reichtum bedeutet ist die größte Illusion überhaupt, denn egal wie viel Geld ich besitze, es ist nur ein sehr geringer Wert an Papier, natürlich schönem Papier, trotzdem nur Papier. Ich kann es nicht essen, ich kann es nicht trinken und ich kann nicht darin wohnen. Man könnte diese Art von Reichtum eher mit einer Briefmarkensammlung vergleichen, man kann es anschauen, aber nicht mehr und das kann sehr schnell langweilig werden.

Reichtum entsteht erst durch das, was ich mit meinem Geld mache, nicht dadurch, dass ich es habe oder festhalte.

Was tu ich also mit meinem Geld? - Erschaffe ich Dinge, die in mir sind? Helfe ich mir selbst, immer noch freier zu werden? Lebe ich mit dem Geld meine schöpferische Kreativität aus? Oder erschaffe ich mir Ersatzsicherheiten, um mich eben sicherer zu fühlen? Oder erschaffe ich vielleicht sogar Schulden, vielleicht sogar immer neue Schulden, weil ich meine Minderwertigkeit nicht fühlen will und deshalb lieber Schulden mache oder mir echten Reichtum gar nicht erlaube?

Geld macht weder glücklich noch reich, oder glauben sie, dass sich jemand wirklich reich fühlen würde, der 5 Mio. EURO geschenkt bekommt, aber Angst hat, es zu verlieren, es nicht richtig anzulegen, jemand anderem etwas abgeben zu müssen, vielleicht zuviel davon auszugeben...?

Wenn Geld nur auf der Bank liegt, dann macht es auch weder glücklich noch reich, es vermittelt wieder nur diese scheinbare Sicherheit: "Ich habe es, wenn ich es brauche." Da niemand mit dem Geld etwas erschafft und vor allem nichts, was aus der Kreativität des Herzens entspringt, ist dieses Geld nichts wert, nicht einmal den Wert des Papiers, weil das Geld auf der Bank nur im Computer existiert, eine Zahl in irgendeiner Datenbank. - Dieser Reichtum ist pure Illusion und die Menschen, die daran festhalten, sind doppelt arm, einerseits, weil sie den echten Reichtum weder kennen, noch fühlen, noch erschaffen, und andererseits weil sie nicht erkennen, dass sie in einer Illusion von Reichtum leben, der gar nicht existiert.

"Durch Geld habe ich Möglichkeiten" heißt es, aber selbst das ist Illusion, denn wenn ich mir z.B. ein Haus kaufen möchte, so muss ich erst einmal ein Haus finden, das mir gefällt und dann muss ich es einnehmen, d.h. ich muss es fühlen und mich hineinbringen, ja mich selbst. Wenn ich ein fremdes Haus kaufe und alles immer nur von anderen planen und ausführen und einrichten lasse, dann lebe ich in dem emotionalen Reichtum anderer Menschen, nicht aber in meinem eigenen. Der entsteht erst, wenn mein eigenes Herzblut in das hineinfließt, was ich erschaffe. So gesehen kann man in dem teuersten Schloss wohnen und doch in Armut und Fremdbestimmung leben.

Reichtum, also Freude und Glück entstehen nicht durch Geld, sondern durch die Bereitschaft den Gefühlen meines Herzens Ausdruck zu verleihen und mich von dem, was um mich herum existiert in meinem Herzen berühren zu lassen.

Es sind die "Gefühle", die uns reich "fühlen" lassen und nicht unsere "Vorstellungen", diese entspringen dem Verstand und entstehen aus irgendwelchen Ansprüchen, Wünschen oder Illusionen. Es ist eine große Täuschung, dass Geld glücklich macht, Geld ist "nur" ein Tauschmittel, d.h. genauer genommen erleichtert es uns den Tausch bzw. den Handel, was natürlich schon wunderbar ist, doch mehr ist es eben nicht.

Ich habe in meinem ganzen Leben noch keinen einzigen Menschen mit viel Geld getroffen (und ich lernte beruflich sehr viele Menschen kennen), der glücklicher war als ich, und ich war in meinem Leben sehr, sehr oft unglücklich! Geld macht weder glücklich noch unglücklich, denn arm und reich sind nur die zwei Seiten der Angstvermeidung.

Genauso wenig wie ich durch Geld reich werde, kann ich durch den Mangel an Geld arm werden. Ja, es ist schon verrückt, doch der Reiche und der Arme haben beide das gleiche Problem:

Geld und die Weigerung, Angst und Minderwertigkeit nicht verwandeln zu wollen!

Beide wollen sie Geld haben und beide leiden darunter, wenn sie zu wenig haben. Für beide ist es gleichermaßen wichtig. Natürlich leidet der Reiche manchmal weniger, wenn er es geschafft hat, soviel Geld zu verdienen, dass seine Angst eben kompensiert wurde und sie nicht mehr fühlbar ist. Wenn die Schmerztablette bzw. Beruhigungsdroge stark genug ist, verschwinden halt auch die Ängste. Doch die Wirkung ist bei allem gleich, egal ob wir Geld, Alkohol, Tabletten, Arbeit, echte Drogen... oder sonst irgendetwas nehmen. Nicht Geld oder die Dinge sind die gefährlichen Drogen, die uns abhängig werden lassen, sondern wir machen die Dinge zu Drogen und wir uns von ihnen abhängig machen. Geld ist nicht schlecht, genauso wenig Haschisch, genauso wenig ein Hammer, denn es kommt auf uns an, wie wir damit umgehen.

Arme Menschen haben das gleiche Problem wie reiche Menschen. Sie fühlen ebenfalls ihren inneren Reichtum nicht, nur fühlen sie meist noch die Angst davor, ohne Geld nichts wert zu sein. Doch auch sie gehen nicht durch die Angst hindurch, um ihren wahren Wert zu fühlen, und auch sie versuchen ihre Angst zu kompensieren, eben mit weniger Erfolg oder mit mehr Verbitterung.

Klar kenne ich auch den Spruch, "Geld macht zwar nicht glücklich, aber es beruhigt die Nerven", aber genau das, sehe ich als das Schlimmste an, dass es mich beruhigt, wo es mich eigentlich nicht beruhigen sollte. Denn erst wenn ich lerne, die Angst zu hinterfragen, ob ich wirklich nichts wert bin, keine Existenzberechtigung habe, wenn ich kein oder nicht genug Geld verdiene, beginne ich, meinen wahren Reichtum zu finden.

Natürlich kenne ich auch die Angst sehr gut, ohne Geld nicht existieren zu können, doch habe ich auch noch niemanden gesehen, der Geld isst, in Geldscheinen wohnt oder gar Geld einatmet. Geld ist nur ein Tauschmittel, essen tun wir Nahrungsmittel, wohnen tun wir in Häusern, die erbaut wurden, atmen tun wir Luft, diese existiert umsonst. Leben, d.h. existieren tun wir nicht durch Geld, das brauchen wir nur, um zu tauschen. Durch was leben wir also?

Na ja, einerseits leben wir dadurch, dass wir etwas tun wollen, denn wenn wir etwas tun oder arbeiten wollen, kommt etwas zurück. Wie viel ist eine andere Frage. Wenn wir bereit sind viel zu geben, dann können wir auch viel bekommen, auch wenn das nicht immer so ist. Fakt ist, dass wir etwas geben und dafür etwas bekommen. Doch dies ist nur ein Teil der Existenz.

Der andere Teil ist Gnade und Gnade kann man nicht erreichen. Wenn ich heute kein Geld mehr habe, dann sterbe ich!??? Dieses Gefühl habe ich selbst schon oft erlebt, da ich selbst schon sehr oft gar kein Geld mehr hatte, sogar noch einen Haufen Schulden. Ich habe trotzdem überlebt und ich existiere immer noch! Natürlich habe ich mich auch selbst herausgearbeitet, doch ohne Gnade hätte ich es nie geschafft. Zu essen bekam ich von Freunden, meine Miete bezahlten wieder andere, Arbeit bekam ich wieder durch andere Freunde. Eines ist mir dabei sehr klar geworden, ich lebe nicht durch Geld, sondern durch Gnade, die durch vielerlei Menschen und Situationen zu mir fließt, also letztlich durch Gott, der doch in allem ist. Die Angst davor, ohne Geld nicht existieren zu können ist Illusion, dennoch musste ich sie immer wieder fühlen und auch annehmen, eben um sie zu überwinden, um tiefer zu gehen und herauszufinden, durch wen oder was ich wirklich lebe.

Die Vögel, sie säen nicht und ernten nicht und der liebe Gott ernährt sie doch! - Ein schöner Spruch, aber ohne, dass ich das nicht selbst ausprobiert und erlebt habe, ist es nicht Teil meines Herzens, sondern pure Theorie.

Immer dann wenn ich Angst fühle und diese versuche durch Geld bzw. durch Geldverdienen zu kompensieren, mache ich mich selbst wieder ein Stückchen ärmer, weil ich wieder versuche die Angst zu vertuschen, die Angst zu verstecken, die Angst verschwinden zu lassen. Immer noch in dem Glauben, dass Geld meine Probleme löst, meine Sorgen verschwinden lässt und den Abstand zur Angst größer werden lässt. Doch genau das ist die falsche Richtung! Genau dadurch wird die Angst nur immer größer und ich muss mich noch mehr ablenken und muss noch mehr Geld verdienen. Immer wieder oder noch viel weiter muss ich dann von mir selbst weggehen, indem ich in meinem Leben mich immer mehr ums Geldverdienen kümmere, dem Geld immer mehr Zeit, Energie und Aufmerksamkeit schenke und für meine Seele dann irgendwann überhaupt kein Platz mehr ist.

Erst erschaffen wir das Geld, dann projizieren wir all unsere scheinbaren Wünsche und Hoffnungen darauf, d.h. wir erschaffen Unmengen von Illusionen, um dann genau diesen Illusionen hinterher zu laufen. Ja, wir dienen diesen Illusionen mit unserer ganzen Lebensenergie. Unser ganzer Ehrgeiz geht dahin, all unsere Wünsche und Hoffnungen (soweit sich eben jeder Wünschen traut) in Erfüllung gehen zu lassen. Haben wir ein Stück geschafft, beginnen wir das Spiel von vorne. Ein seltsames Spiel und ich habe bis heute noch keinen glücklichen Gewinner getroffen, sondern eher dienende Sklaven, Sklaven des Geldes, Sklaven des scheinbaren Reichtums. Nein, eigentlich sind es Sklaven von den Illusionen, die sie selbst erschaffen haben und auf das Geld projizierten.

Wenn wir nicht lernen, unsere Illusionen loszulassen, Reichtum nur um der Gefühle wegen zu schätzen, die er uns ermöglicht, und Geld als Tauschmittel zu erkennen, das selbst keinen sehr hohen emotionalen Wert besitzt (außer ich projiziere ihn darauf), dann werden wir ein Leben lang in Coabhängigkeit mit diesen Ersatzsicherheiten leben, und sterben arm und ohne Sicherheit, da wir alle Ersatzsicherheiten MIT SICHERHEIT zurücklassen werden. Dann werden wir uns vielleicht bewusst werden, wie scheinbar unsere Sicherheiten und unsere scheinbaren Reichtümer waren.

Nein, der Sinn des Lebens ist nicht, dass wir arm sind oder leben, sondern, dass wir fühlen was wir wirklich sind und diese Schönheit im Außen wieder erschaffen und erblühen lassen. Allerdings ist der Sinn des Lebens auch sicher nicht, unsere eigene Wertlosigkeit durch äußeren Reichtum zu kompensieren. Natürlich ist es so, dass der innere Reichtum niemals gegen den äußeren ist, denn Reichtum ist etwas Wunderbares, doch dient er leider immer noch dazu, Macht und Kontrolle zu bekommen oder auszuüben und Angst und nicht gefühlte Minderwertigkeitsgefühle zu kompensieren. Ein großes Auto wird dann aus mangelnder Potenz gefahren und präsentiert, damit das Gefühl von Potenz entsteht, die ansonsten nicht gefühlt werden kann, weil zuviel Angst vor der eigenen Lust, der echten Lebenslust existiert. Minderwertigkeitsgefühle können durch die heutige Technik sozusagen per Knopfdruck wegkompensiert werden, nur leider ist dies alles nur ein großer Selbstbetrug, denn die Angst vor mir selbst, vor meinen Gefühlen und vor meiner Lust bleibt, und muss deswegen immer und immer wieder neu kompensiert werden.

Es ist schon unglaublich wie entfremdet wir Menschen von uns selbst leben, dass wir wirklich glauben Geld regiere die Welt. So glauben wir tatsächlich, durch Geld könnten wir uns alles leisten, uns alles kaufen, doch wie kaufen wir Liebe, Gnade, Ewigkeit, Unsterblichkeit...?

Und mit allem Geld dieser Erde kann ich es nicht erreichen, meine Angst und Minderwertigkeit zu verwandeln oder meine Vergangenheit ungeschehen zu machen, ich kann mich lediglich von ihnen ablenken. Irgendwann holt mich alles wieder ein.

Mit all diesem Geld kann ich mir meine Freiheit nicht erkaufen. Die Angst werd ich nicht los, wenn ich nicht den Mut habe, einzukehren in mich selbst, um zu erkennen, wer ich wirklich bin. Und dieser Mut beginnt in mir, in meinem Herzen, ob ich reich bin oder nicht!

Erst als ich bereit war, mein Herz für mich selbst zu öffnen, meiner Bestimmung zu folgen, meine Liebe zu leben, erst dann begann ich wirklich reich zu werden und frei!

Alles Geld dieser Welt kann mich nicht reich fühlen lassen, wenn ich mein Herz nicht öffne. Natürlich kann es uns in Euphorie versetzen, bis hin zu scheinbaren Ekstase (Lottomillionär), doch der Fall aus dieser schöngeredeten und euphorischen Welt ist tief, sehr tief. Kein Wunder, dass dann so viele zu irgendwelchen Beruhigungsdrogen greifen.

Wahrer Reichtum, nicht Geld, sondern wirklicher Reichtum, also viele Möglichkeiten und Mittel zur Verfügung zu haben, seiner Kreativität Ausdruck zu verleihen, ist etwas Wunderbares! Er gibt uns die Möglichkeit unserer Kreativität, unserer Spiritualität, also unserem wahren Wesen Ausdruck zu verleihen. Wenn wir die Schönheit unserer eigenen Seele im Außen manifestieren, dann tun wir nicht nur Gottes Willen, sondern wir leben unsere Berufung und erschaffen somit das Paradies auf Erden neu!

Den inneren Reichtum auf dieser Erde zu manifestieren, das ist der Weg, wie wir den Himmel auf die Erde bringen, wie wir unsere Berufung leben und wie wir das Paradies auf die Erde zurückholen.

Die Geldfalle:

Wenn man genügend Geld verdient hat, glaubt man, jetzt hat man die Berechtigung, keine Angst mehr fühlen zu müssen, keine Angst mehr davor, dass irgendetwas unsicheres passieren könnte, weil man ja finanziell gegen alles abgesichert ist, leider auch gegen das Leben. Versicherungen gibt es viele, eine scheinbare Sicherheit kann man sich heute leicht erkaufen, man bezahlt zwar Geld dafür, doch ist das ja der Sinn bzw. der Handel: Ich arbeite und verdiene Geld, ein Teil dieses Geldes bekommt eine Versicherung und ich darf mich sicher fühlen:

Lebensenergie für Ersatzsicherheit!

Schlimm, wenn man dann alle scheinbaren Sicherheiten wieder hergeben muss, weil im Jenseits nichts bleibt, außer der inneren Sicherheit.

Stelle dir einfach einmal vor, dass du ab morgen keinerlei Versicherungen mehr bezahlst. Wenn dann Angst fühlst, weist du was du damit kompensierst.

Klar, man hat irgendwann vielleicht alles erreicht: Einen sicheren Job, eigenes Auto, eigenes Haus, Frau und Kinder versorgt, alles ist sicher, und endlich darf man sich erlauben, keine Angst mehr zu haben. Die lang ersehnte scheinbare Sicherheit ist endlich da.

Doch glückliche Menschen finde ich darunter selten, die Angst ist eben trotzdem da, nur fühlt sie keiner mehr, d.h. außer vielleicht die Kinder. Als Kleinkind zeigen sie noch den Eltern deren Angst, wegen ihrer Spontaneität und ihrer ungehemmten Lebensenergie die die Eltern nicht kontrollieren können, aber dann irgendwann nehmen auch sie diese Angst, weil ihnen keine Sicherheit vermittelt wird, keinerlei echte Sicherheit, die sie zwar als kleines Kind noch in sich fühlen, aber in ihrer Umgebung nirgends finden.

Die Sicherheit, dass es reicht sie selbst zu sein, weil sie ja schon ein wunderbares Wesen sind und nicht erst werden müssen, die Sicherheit, die es eben nur im Herzen gibt, die Sicherheit, dass sie wunderbare Kinder Gottes sind, sie wird ihnen weder gespiegelt und noch gelehrt.

Es gibt nur zwei Sicherheiten, nur zwei Dinge, die uns wirklich sicher fühlen lassen und das ist einerseits das Gefühl, dass wir eins sind mit Gott und andererseits natürlich die Erkenntnis, dass in unserem Herzen das Schönste ist, was es gibt und das ist die Liebe.

Das bedeutet, wir werden nicht nur geliebt,

sondern es ist auch unendlich viel Liebe in uns!

Wir haben nie gelernt, dass es nur einen Reichtum gibt, für den es sich lohnt zu leben und zu kämpfen und den es zu finden und zu manifestieren gilt, den inneren Reichtum, den Reichtum meiner eigenen Seele, den Reichtum meiner Gefühle, meiner Ideen und meiner Impulse, den Reichtum der unendlichen Vielfalt meiner Seele!

Geld war auch für mich persönlich immer etwas Wichtiges, bis ich gelernt habe Verantwortung zu übernehmen, Verantwortung, meinen eigenen Wert zu finden und zu fühlen, Verantwortung für meine Schulden, Verantwortung, das zu tun, was ich wirklich will. Auch wenn ich dabei oft auch viel Angst fühlte und immer noch fühle, so wurde mir doch bewusst, dass Mut die Kraft ist, durch die Angst hindurchzugehen und nicht von ihr wegzulaufen, und, dass Verantwortung für mich selbst mir Kraft gibt, wenn ich sie nehme aber mich auch erdrücken kann, wenn ich sie nicht nehmen will.

Wenn ich den Mut habe das zu tun, was ich wirklich will und dafür auch noch die Verantwortung mit einem offenen Herzen übernehmen kann, also meiner Berufung aus ganzem Herzen folge, erlebe ich etwas Wunderbares, dass es nämlich wirklich allergrößten Spaß macht, mit einem offenem Herzen Geld zu verdienen und es wieder mit einem offenen Herzen auszugeben.

Heliamus Raimund April 2004 - überarbeitet April 2008


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