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Manipulation über die höheren Chakren

oder

das Ego-Bewußtsein in den höheren Dimensionen

= das Luzifer- oder Guruprinzip

Manipulation über die höheren Chakren ist sehr subtil, weil sie für das Gegenüber kaum greifbar ist. Der Mensch, der aus den höheren Chakren heraus manipuliert, zeigt sich oft als sehr liebevoll, authentisch, integer, klar, besonders lichtvoll, absolut selbstsicher, dies meist verbunden mit einem gönnerhaften Auftreten oder aber auch als sehr bewußt seine Fehler und Schwächen vorzeigend, um eine scheinbare Integrität vorzuweisen. Damit tarnt er seine eigentlichen dunklen Seiten, Schwächen und versteckten Machtansprüche. Das Wissen um geistige und spirituelle Dinge gibt diesem Menschen die Macht, aus den höheren Dimensionen heraus zu wirken und zu manipulieren. Viel Wissen bedeutet immer auch viel Macht und viele Möglichkeiten der Manipulation. Dennoch ist es nur ein "Erscheinen" und seine Kraft bezieht er meist von anderen Menschen, die von ihm in irgendeiner Form abhängig sind. Dahinter verbirgt sich eine unwahrscheinlich große Ignoranz gegenüber den eigenen Themen und die Weigerung, sich Gott hinzugeben, ihn als "stärker" anzuerkennen. Letztlich weigert sich dieser Mensch, sich selbst mit seinen Schwächen und Fehlern anzunehmen und will in jedem Fall besser sein als andere. Der Mensche hat seinen eigenen und freien Willen, weshalb er alles "spielen" bzw. auf jegliche Art und Weise "erscheinen" kann. So eben auch als besonders lichtvoll, authentisch, integer... Und das alles nur, weil wir gelernt haben, uns durch unsere Fehler und Schwächen abzuwerten.

Die größte Herausforderung ist es, sich seine Demut zu bewahren, vor dem einfachen Sein. So daß alles Wissen nie mehr wert ist, als eine einfache Tat. Wozu auch die Liebe betonen, wenn sie doch gelebt werden soll.

Es ist dieses vermittelte Gefühl von Ehrlichkeit und scheinbar offen und authentisch dargelegtem Sein, bei gleichzeitig innerer Selbstbeherrschung und vollkommener Verdrängung der eigenen dunklen Seiten, was solch einen Menschen zu einem Manipulator macht. Die Selbstbeherrschung und Kontrolle der eigenen dunklen Seiten, die dadurch oft vollkommen verdrängt sind, ermöglichen es weder dem Manipulator selbst, aber auch seinem Gegenüber die wahre Absicht seines Wirkens zu erkennen. Dies macht es auch so schwer, die Manipulation zu enttarnen und zu erkennen. Da dieser Mensch so sehr in der Kontrolle ist, staut er alle seine Emotionen wie Wut, Haß, Aggression, Eifersucht... usw., wodurch seine Mitmenschen auch Angst haben, seine Sichtweise in Frage zu stellen, weil sie befürchten müssen, mit dem Wust dieser gestauten Emotionen konfrontiert zu werden. Die Menschen, die in seinem Umfeld angesiedelt sind, sind oft hilflose Opfer, weil sie allzusehr fasziniert sind von der scheinbar nur lichtvollen Ausstrahlung und die Anwesenheit von versteckten dunklen Seiten oder Schwächen nicht einmal als Möglichkeit in Betracht ziehen. Man ist im wahrsten Sinne des Wortes geblendet. Manipulatoren betonen oft die Gleichheit der Menschen, daß sie genau wie alle anderen Menschen seien und Fehler und Schwächen hätten. Doch genau in dieser Betonung liegt wieder die Tarnung der eigentlichen Machtansprüche, der verdrängten Ängste, der dunklen Seiten und des eigenen Minderwertigkeitskomplexes. Es wird vermittelt, daß sie durch ihre tolerante Sichtweise doch noch etwas gleicher sind als die anderen, also wieder besser. Auffällig dabei ist immer die Betonung ihrer positiven Seiten, daß sie doch so ehrlich, klar und liebevoll sind, daß sich nur die anderen irren können. Dieser Absolutheitsanspruch kommt dem Anspruch der katholischen Kirche und allen anderen Religions- und Sekten-Strukturen gleich, allein seligmachend zu sein. Auffällig ist auch, dass diese Menschen immer die Abhängigkeiten von ihnen fördern, selbst wenn sie in Worten vielleicht das Gegenteil behaupten. Selbstverantwortung ist dabei meist ausgeschlossen. Und das einzige, was man dabei wirklich tun kann ist: Nicht auf die Worte sondern auf das Gefühl hören - Was wird eigentlich wirklich vermittelt?

Die Frage nach der wahren Absicht, dem Gefühl von Liebe und dem Bestreben nach Freiheit, kann dir hier oft zur Klarheit verhelfen. Ebenso kannst du einfach einmal alles in Frage stellen, was dein ganzes Wissen und Können angeht (oder das eines Gegenübers), das heißt, dich zu fragen: "was bleibt, wenn ich alles wieder loslasse?". Wenn dann noch etwas übrig bleibt, bekommst du eine Vorstellung, von deinem wahren Wesen bzw. von dem, was durch scheinbares Wissen wirklich an Weisheit vermittelt wurde. Wenn du in dir selbst das Bedürfnis nach Überdeckung deiner eigenen dunklen Schattenseiten spüren kannst, dann kannst du dich auch von dem Wesen der Manipulation befreien, indem du dich selbst liebevoll in den Arm nimmst, dir vergibst und erkennst, daß wir alle nur vollkommen sind, wenn wir auch unsere dunklen Seiten erkannt und angenommen haben. Der Umgang mit unangenehmen Emotionen und Schattenseiten ist Vorraussetzung für ein ganzheitliches Leben.

Die Verdrängung der eigenen dunklen Seiten funktioniert jedoch bei meist belesenen und/oder spirituellen Menschen so perfekt, da sie sich in ihrem Bessersein als andere so weit vorgewagt haben, daß ein Zurück auf die niedere Ebene eines gewöhnlichen Menschen mit all seinen Fehlern und Schwächen undenkbar ist. Diese Verdrängung führt wiederum zu einer ständigen Projektion auf die Umwelt, das heißt, der Manipulator stellt fest: "um mich herum gibt es viele Probleme, nur ich habe keine.2 Im Energiefeld des Manipulators drückt sich das so aus, daß das Licht seines Energiefeldes absolut rein und klar und hell erscheint (Blendereffekt). Alle negativen Aspekte wurden ja perfekt nach innen verdrängt und nach außen verlagert. Kommt nun ein anderer Mensch mit dem Energiefeld eines Manipulators in Berührung, bekommt er automatisch all diese Projektionen in Form von energetischen Strukturen ab, und identifiziert sich meist aus Unbewusstheit mit ihnen. Durch diese Identifizierung fühlt sich der Mensch in Gegenwart des Manipulators immer kleiner, schwächer, ängstlicher, dunkler, negativer oder einfach weniger wert. Alle diese Strukturen sind Ängste, Schwächen, Machtansprüche und dunkle Seiten, die der Manipulator nicht spüren will, und sie deswegen auf andere verteilt, weswegen er auch versucht, mit möglichst vielen Menschen Kontakt zu haben (direkt oder indirekt), um möglichst viel von seiner Angst verteilen zu können.

In Gegenwart eines wirklich lichtvollen Menschen, fühlt man sich nie kleiner oder schwächer, sondern entspannt, erhoben und getragen.

Der Manipulator geht immer als Helfer, Heiliger, großer Guru oder als lichtvolles Wesen aus diesem Spiel hervor. Dadurch fühlt er sich "richtig", weil er sich selbst bestätigend erkennt:

"Die anderen fühlen sich minderwertig und klein, nicht ich, und deshalb brauchen sie meine Hilfe!"

Da die anderen jetzt seine Projektionen tragen, ist der Manipulator von seinen Opfern abhängig und hat das Gefühl, er muß ihnen helfen. Es fällt ihm schwer, den Fokus auf sich selbst zu lenken, d.h. bei und mit sich selbst zu sein, und er kann deshalb oftmals nicht alleine sein. Er braucht die Menschen, um das Gefühl zu haben, etwas oder jemanden zu erlösen. Sein wahres Feuer erstickt hierbei im Helfer- oder Erlösersyndrom. Dieser Zusammenhang ist der Ursprung von Religionen, Sekten oder Dogmen. Es ist der Ursprung des "Macht über andere haben oder ausüben wollen!"

Somit ist der Kreislauf von der Manipulation zur Abhängigkeit geschlossen. Die Faszination ist inbegriffen, da ein Mensch, der scheinbar keine Fehler, Schwächen oder dunkle Seiten hat, also nur Licht ist, immer faszinierend anzuschauen ist.

Ein raffiniertes Spiel, nicht wahr?

Die Selbsterkenntnis und Eigenverantwortung wird in diesem Spiel ausgeschlossen, nur, um sich dem Schmerz der Erkenntnis nicht stellen zu müssen, auch dunkel und schwach zu sein. Die Angst vor Veränderung und vor dem Loslassen ist ebenfalls groß, weil es bedeutet, die Kontrolle zu verlieren. Es könnten die anderen ja erkennen, dass sich hinter der Show Fehler, Schwächen oder Machtansprüche verbergen, welche er eigentlich ziemlich ungehemmt auslebt.

Es ist die Weigerung, die Anerkennung, die der Manipulator von seiner Umwelt braucht, um gut dazustehen, gegen die vergebende und bedingungslose Liebe zu sich selbst einzutauschen, und es ist die Angst, in dem sich selbst auferlegtem Wertesystem nichts wert zu sein.

Dieses Gefühl von Wertlosigkeit zu vermeiden, ist die Hauptantriebskraft eines Manipulators. Deshalb wirkt der Manipulator auch oft so autoritär, daß er allein bewerten kann, was richtig ist und was nicht oder was in seinen Augen klar ist oder nicht. Er ist so sehr in seiner Illusion und in seinem eigenen Wertesystem verstrickt, daß er das Spiel, das er spielt bzw. das "lichtvolle" Gefängnis, in das er sich selbst eingesperrt hat, nicht mehr erkennen kann. Die Meinungen, Sichtweisen, Theorien oder Techniken anderer Menschen benützt ein solcher Mensch, um seine eignen scheinbare Sicherheit noch mehr auszubauen und die Begegnung mit seiner eigentlichen Unsicherheit zu vermeiden. Auf gar keinen Fall nimmt er etwas wirklich an oder verändert sich, weil es dazu ein offenes Herz für sich selbst fehlt. Barmherzigkeit ist es, was er für sich selbst bräuchte, damit aus ihm wieder ein "menschliches" Wesen werden könnte.

Das Gefängnis, in dem ein solch meist spirituell oder sehr geistig lebender Menschen lebt, ist sehr groß, weil er, perfekt in sich alles kontrollierend, wobei selbst die gespielte Unkontrolliertheit kontrolliert wird, alle unangenehmen dunklen Anteile auf seine Mitmenschen projiziert, die dann alle mehr oder weniger Opfer seiner Projektionen sind. Diese "Schwächen" und "Probleme" muß er dann natürlich in seinen Opfern bearbeiten oder heilen, sie gehören schließlich zu ihm! Bei sehr spirituellen Manipulatoren ist es so, daß alle geistigen Techniken und spirituellen Praktiken zur Manipulation werden, weil die Absicht des Helfens nicht aus dem Herzen kommt, sondern aus der Weigerung, den verdrängten und kontrollierten auch unbewußten Anteilen in sich selbst immer wieder zu begegnen. Also kommt die Absicht zu helfen von seinem Ego, eben seinem spirituellen Ego.

Die Absicht ist immer entscheidend für die Wirkung meines Tuns, egal ob ich bete, meditiere oder arbeite.

Es stellt sich also immer wieder die Frage:

Was ist meine wahre Absicht und woraus entspringt sie?

Was bleibt, wenn ich nichts mehr besitze, kein Wissen mehr habe und keine Kontrolle über irgendetwas oder irgendjemanden?

Wenn mein Bestreben ehrlich ist, stelle ich mir diese Fragen immer wieder und versuche, sie mir ehrlich zu beantworten.

Es wird Zeit, daß das Prinzip, alles unter Kontrolle haben zu wollen und nur Licht sein zu wollen, also das Luziferische Prinzip, erkannt wird und endlich Platz macht für das wahre christliche Prinzip, also der Selbstverantwortung und dem barmherzigen Umgang mit mir selbst. Die Liebe des Herzens, vor allem für sich selbst, entfacht das Feuer der Wahrheit und des Charismas, dem größten Geschenk unserer Individualität und Kreativität. Damit kann der wahre Mensch dann endlich zum Ausdruck kommen und in seinem ehrlichen authentischen Sein leben und heilen.

In Liebe und Freiheit,

Raimund Dolokteus Heliamus

vom 24.08.2000


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