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Einmal wird uns gewiss die Rechnung präsentiert!

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Folgende Zeilen wurden mir vor kurzem zugesandt und auch mich haben sie berührt, so sehr, dass ich dann gleich weiter geschrieben habe...

Einmal wird uns gewiss die Rechnung präsentiert -

-für den Sonnenschein und das Rauschen der Blätter

-für den Schnee und den Wind, den Vogelflug und das Gras

-für die Luft, die wir geatmet haben und den Blick auf die Sterne,

-für die Abende und die Nächte.

Einmal wird es Zeit, dass wir aufbrechen und bezahlen.

"Bitte die Rechnung". Doch wir haben sie ohne den Wirt gemacht.

"Ich habe euch eingeladen", sagt dieser und lacht. "So weit die Erde reicht"

"ES WAR MIR EIN VERGNÜGEN!"

...da es nichts kostet, was wir bekommen, können wir also nur auf eine Art bezahlen: Durch unsere Dankbarkeit!

Doch was ist Dankbarkeit? Ganz sicher ist es nicht: "Dankeschön" zu sagen, nur weil wir es so gelernt haben. Dieses Danke, das nur ein Wort ist, ist auch nicht höflich, weil diese Höflichkeit lediglich gut trainiert, aber nicht ehrlich ist! Kein Mensch und vor allem kein Kind sollte lernen Danke zu sagen, weil es damit nur lernt, sich zu verstellen und die Erwartungen der anderen zu erfüllen, nicht aber sein Herz zu öffnen.

Echte Dankbarkeit bedeutet, mein Herz zu öffnen und zu zeigen, dass ich angenommen habe, was mir geschenkt wurde, wie auch immer ich das zeige, ich muss es nicht erzeugen.

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Die Erde, Gott, erwartet nichts für das, was sie uns gibt.

Sie gibt ohne etwas dafür haben zu wollen,

ohne darauf zu warten, was sie zurückbekommt,

sie hat uns einfach alles nur geschenkt.

Die Erde heißt uns willkommen, Gott tut das auch!

Einige Menschen tun das vielleicht nicht,

aber das zählt nicht,

denn was zählt ist, was ich entscheide,

was ich aus dem mache, was ich bekomme,

ob ich die Chancen nütze, die sich mir bieten!

Ich entscheide, wie ich mit dem umgehe, was mir zufällt ("Zufall"),

ich entscheide, ob ich mein Herz mir selbst und dem Leben öffne oder nicht,

ich entscheide, ob ich mein wahres Wesen erkenne, weil ich es suche, oder nicht

und ich entscheide, ob ich die Wunden meiner Seele heile und somit die Welt ein bisschen glücklicher mache oder eben nicht.

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Wie sag ich also ehrlich Danke?

  • Danke, das ist das Lächeln eines Kindes, das es mir schenkt, wenn ich sein Herz berühren darf, denn was auch immer ich ihm schenke, um wie viel mehr berührt mich doch dieses Lächeln?!
  • Danke, das sind meine Tränen, die ich zulasse, wenn ich die Chance auf Versöhnung habe und mein Herz wieder öffne.
  • Danke, das ist der entschlossene Blick meiner Seele, mit dem ich dem Leben mutig entgegentrete, weil mich jemand ermuntert, meinen eigenen Weg weiterzugehen.
  • Danke ist eine Umarmung, die ich egal wem schenke, weil ich gerade erfahren habe, welch Glück mir wieder fährt.
  • Danke, das ist die Bereitschaft mich zu verändern, weil mir das Leben wieder einmal einen neuen Weg zeigt.
  • Danke, das ist sogar mein NEIN, das ich zu Dingen sage, wo das Leben nur unterdrückt oder zerstört wird!
  • Danke ist Vertrauen, denn mit meinem Vertrauen schenke ich dem Leben etwas zurück:

Mein Herz, meine Hoffnungen und auch mein Leben!

  • Danke ist mein Lachen, das ich erlaube, wenn mir das Leben wieder einmal zeigt, dass ich zu ernst geworden bin.
  • Danke, dazu braucht es Ehrlichkeit! Den Mut, zu zeigen, dass mich berührt, was auch immer mir das Leben schenkt.
  • Danke ist einfach mein offenes Herz, das sich berühren lässt und auch zeigt, wenn es sich rührt...

Für mich persönlich bedeutet Danke zu sagen, nicht aufzuhören, mein Herz sprechen zu lassen, auf welche Weise auch immer ich das tu.

Manchmal sieht mein Dank an das Leben sogar so aus, dass ich genau auf die Wunden eines Menschen zeige, aber nicht um ihn erneut zu verletzen, sondern damit die alten Verletzungen gefühlt werden und damit er lernt, sie zu heilen. So viele Menschen fühlen ihre Wunden nicht... und verbluten, ihr Herz verstummt, ihre Liebe hört auf und ihre Lebenslust versiegt, Dankbarkeit existiert nicht mehr, nur, weil sie ihre Wunden nicht mehr fühlen und nie gelernt haben sie zu heilen. Sie haben vergessen, was sie doch alles berührt hat, Schönes wie Schlimmes. Deshalb versuche ich sie zu erinnern, nicht um all das Schlimme immer wieder hervorzuholen, sondern um zu zeigen, dass Wunden heilen, wenn man sich ihnen zuwendet, und dass durch geheilte Wunden Liebe zurückkehrt so wie auch neuer Lebensmut.

Mich berührt das Leben ständig, auf die gleiche Art und Weise, weil ich es will und weil ich ihm vertraue. Das Leben erinnert mich immer wieder an meine alten Verletzungen, vor allem an jene, die ich nicht mehr fühlen will oder vergessen habe und doch zeigt es mir auch immer, wie sie wieder heilen...

Heliamus Raimund Oktober 2004


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