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Berührend und wahr: An alle Eltern und Lehrer!

"Eure Kinder sind nicht eure Kinder. Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber. Sie kommen durch euch, aber nicht von euch. Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie Euch doch nicht. Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht Eure Gedanken. Denn sie haben ihre eigenen Gedanken. Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber Nicht ihren Seelen. Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, Das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal In euren Träumen.

Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein; Aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen. Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch Verweilt es im Gestern. Ihr seid der Bogen, von denen eure Kinder als Lebende Pfeile ausgeschickt werden. Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit, und Er spannt euch mit Seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und Weit fliegen. Lasst euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein. Denn so wie Er den Pfeil liebt, der fliegt, So liebt Er auch den Bogen, der fest ist."

Auszug aus dem Buch von Khalil Gibran: „Der Prophet“

Generell glaube ich, dass die zukünftige spirituelle Arbeit mit Kindern dahin geht, ihnen die Machtspiele unserer Gesellschaft aufzuzeigen und ihnen den Umgang damit zu lehren. Denn letztlich gibt es ja eine wunderbare Macht, die viel größer und viel stärker ist, als diese „irdischen“ Machtspiele. Kindern wieder zu zeigen, was die Macht eines einfachen Gebets vermag und, was ich tun kann, um zu fühlen, dass Liebe stärker ist als Hass, das wird wohl die Herausforderung der Zukunft an alle Erwachsenen sein. Mit diesem Ziel werden unsere Kinder als Pfeil in eine Richtung und in eine zukünftige Zeit schnellen, von der wir wirklich nur träumen können, dass wir sie erleben. Aber wer weiß...

Ich selbst habe vor kurzem eine wunderbare Erkenntnis erleben dürfen, die ich schon lange lehre, doch bis jetzt noch nicht erfahren konnte, da ich bisher keine eigenen Kinder hatte. Es geht um Verantwortung. Als ich das erste Mal meinen Sohn in meinen Händen hielt, fühlte ich, dass meine Verantwortung nun größer wird, doch ist es nicht die Verantwortung für meinen Sohn, sondern die Verantwortung für mich selbst, dafür, in einem noch viel höherem Maße meine Liebe zu suchen und zu leben, in einem noch viel höheren Maße ehrlich zu mir selbst zu sein und meinem "inneren Kind" Väterlichkeit und auch Mütterlichkeit zu geben, um sie meinem Sohn auch wirklich vermitteln zu können, es ihm zur Verfügung stellen zu können. Die Verantwortung für die Väterlichkeit und Mütterlichkeit in mir selbst ist größer geworden, die Liebe zu meinem inneren Kind ist noch wichtiger geworden, weil mir auch die Liebe zu meinem Sohn so wichtig geworden ist.

Gott gibt Kinder in unsere Obhut (egal ob Eltern oder Kinder), weil er uns vertraut, weil er an uns glaubt. Dies ist ein wunderbares Gefühl, dass Gott mir vertraut, dass er an mich glaubt und durch Raphael darf ich das nun auf wunderbare Weise erleben.

Ja, Gott vertraut mir, so wie er jedem Menschen vertraut, dass wir unsere Verbindung, also unsere Liebe zu unserem wahren Vater und zu unserer wahren Mutter, also zu Gott-Vater und Gott-Mutter nicht nur suchen oder aufrecht erhalten, sondern sie immer mehr wachsen lassen, um sie unseren Kindern weiterzugeben, um ihnen zu zeigen, dass sie auf dieser Erde nicht getrennt sind von Gott und dass sie sich auch nicht trennen müssen, weder von Gott, noch von ihrem wahren Wesen.

Ich fühle nun diese wunderbare Verantwortung, mich und meine Verbindung zu Gott aus ganzem Herzen zu leben, um dies meinem Kind weiterzugeben. Vater, Mutter, Lehrer sein zu dürfen und dennoch zu dienen, denn von diesem wunderbaren Wesen können wir noch sehr viel lernen, wenn wir ihnen erlauben und ihnen helfen ihre Weisheit und Kreativität zu leben.

Ganz sicher ist, dass ich für ein so hohes Maß an Hingabe, Vertrauen und ungebrochenem Lebenswillen, wie es ein kleines Kind noch hat, erst noch sehr viel dazulernen muss und ich freue mich sehr darauf!

Heliamus Raimund


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